Picture-in-Picture-Modus bei YouTube für mehr Apple-Geräte

Die Google-Tochter erlaubt Zugriff auf die Bild-in-Bild-Ansicht nun deutlich breiter – allerdings nur in einem einzigen Markt. Das führt zu Verwirrung.

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BGH verhandelt über Herausgabe von Youtube-Daten

Das Logo des Video-Portals YouTube auf dem Display eines Smartphones.

(Bild: dpa, Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa)

Von
  • Ben Schwan

Seitdem Apple in iOS 14 und iPadOS 14 seinen Picture-in-Picture-Mode (PiP, Bild-im-Bild-Modus) eingeführt hat, kann sich die Google-Tochter YouTube nicht recht entscheiden, wie und ob sie ihn unterstützen will. Zwischenzeitlich war er aktiv, dann wieder nicht. Nun hat der Konzern angekündigt, das PiP-Thema abschließend zu behandeln. Und eines vorab: Glücklich werden wieder nicht alle.

PiP für Videos ist ungemein praktisch. So kann man, während man andere Apps auf iPhone und iPad verwendet, weiterhin ein überlagertes kleines Filmfenster betrachten. Da das Feature systemweit vorhanden ist, lässt es sich auch einfach und simpel bedienen: Ein Klick – und aus dem Video wird ein Bild-im-Bild. Allein für YouTube galt die Funktion stets als "Premium", weshalb sie zwischenzeitlich nur noch mit Tricks im Browser verwendet werden konnte. Schließlich kündigte man das Feature "für alle" Nutzer in der App an, was sich dann allerdings als frommer Wunsch erwies.

Letzter Stand der Debatte ist nun ein Schreiben einer Community-Managerin, das vor einigen Tagen im Community-Support-Bereich von YouTube aufgetaucht ist. "Hazel" schreibt darin, dass Picture-in-Picture "über die nächsten paar Tage" auf iPhone- und iPad-Geräten mit iOS 15 und iPadOS 15 "ausgerollt" werde. "Wir erkennen an, dass es sich um einen langsamen Rollout für ein hochgradig nachgefragtes Feature handelt", so die Community-Managerin ganz ohne Zwinker-Smiley. Zuvor hatten einzelne Tester Zugriff gehabt.

Dann fasst "Hazel" zusammen, wie es künftig mit dem Bild-in-Bild-Modus in der YouTube-App für iOS und iPadOS laufen wird. Demnach werden Menschen, die bislang nicht für YouTube-Premium zahlen, allein in den USA freien Zugriff auf PiP haben. Dies gilt allerdings nur für Inhalte, die nicht als Musikvideos gekennzeichnet sind – hier will sich der Konzern offenbar die YouTube-Music-Abos nicht verbauen. Auf Android-Geräten bleibt PiP weiterhin erhalten, die Google-eigene Plattform bevorzugt der Konzern.

Und was ist mit dem Rest der Welt? Hier werden bislang nur Premium-Mitglieder bedient, die für Werbefreiheit und weitere Features 12 Euro im Monat blechen. Immerhin gilt PiP hier auch für Musikvideos (alles andere wäre wohl auch schräg). PiP muss spezifisch in den Einstellungen unter "Allgemein" aktiviert werden, bevor es überhaupt auftaucht. Ist PiP nicht aktiv, bleibt es bei der Hintergrund-Wiedergabe, die ebenfalls ein Premium-Feature ist. Letztere läuft leider nicht perfekt: So funktioniert die Skip-Funktion per Kopfhörer nicht korrekt, weil sie direkt an den Anfang oder das Ende eines Videos springt.

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(bsc)