PineNote: Offenes E-Ink-Tablet für Entwicklungsfreudige

Der Hersteller Pine64 hat mit dem PineNote ein E-Ink-Tablet angekündigt, das 400 US-Dollar kosten soll. Wer es nutzen möchte, muss Arbeit reinstecken.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 27 Beiträge

(Bild: Pine64)

Von
  • Daniel Herbig

Pine64 baut neben dem Handy PinePhone und dem Notebook PineBook nun auch ein offenes E-Ink-Tablet: Das PineNote soll noch in diesem Jahr für 400 US-Dollar verkauft werden. Technisch ähnelt das PineNote dem Mini-Rechner Quartz 64. Als SoC kommt der RK3566 mit vier Cortex-A55-Kernen zum Einsatz, der LPDDR4-Arbeitsspeicher soll bei 4 GByte liegen. Außerdem hat das PineNote 128 GByte an eMMC-Flashspeicher.

Daneben baut Pine64 jeweils zwei Mikrofone und Lautsprecher in das E-Ink-Gerät ein. Der nicht näher spezifizierte Akku wird per USB-C aufgeladen, ins Netz geht es ausschließlich per WiFi. Der E-Ink-Bildschirm des PineNote hat eine Auflösung von 1404 x 1872 Pixeln, was einer Pixeldichte von 227 ppi entspricht. Farbe beherrscht er im Gegensatz zu einigen anderen modernen E-Readern nicht, stattdessen kann er 16 Graustufen darstellen. Für ausreichende Helligkeit zum Lesen soll ein Frontlicht sorgen, das Licht wahlweise kühl oder wärmer anzeigen kann – das muss man allerdings in der ersten Version des PineNote selbst justieren.

Die Innereien des E-Ink-Tablets von Pine64. Laut den Herstellern ist das PineNote technisch deutlich stärker als marktübliche E-Reader.

(Bild: Pine64)

Das E-Ink-Display des PineNote kann per Touch-Eingaben gesteuert werden, außerdem verkauft Pine64 separat einen EMR-Eingabestift. Wer bereits einen Pen besitzt, der dem EMR-Standard von Wacom entspricht, soll auch diesen benutzen können.

Die aktuelle Version des PineNote eignet sich ausschließlich für Entwicklerinnen und Entwickler, stellt die Pine64-Community in ihrer Ankündigung klar. "Wenn du dir eines der ersten PineNotes kaufen willst, musst du davon ausgehen, dass du statt Notizen erst einmal Software schreiben musst", erklärt Pine64. Die vorinstallierte Software sei noch nicht in der Lage, Notizen anzulegen oder E-Books anzuzeigen.

Lesen Sie auch

Grundsätzlich ist das PineNote dafür ausgelegt, Linux-Betriebssysteme zu unterstützen – aufgrund der Ähnlichkeit zum Mini-PC Quartz 64 sei dafür nicht mehr viel Arbeit notwendig. Nur das E-Ink-Panel werde im Hauptzweig des Linux-Kernels wohl zum Start noch nicht unterstützt. Derzeit bespreche man mit dem Entwicklerteam von KDE, ob eine Plasma-Oberfläche auf dem PineNote sinnvoll wäre.

(dahe)