Pixelmator Photo: iOS-App stellt auf Abo um

Das populäre Foto-Tool ändert das Geschäftsmodell. Als Begründung verweisen die Entwickler auch auf Einschränkungen in Apples App Store.

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Pixelmator Photo auf dem iPad
Von
  • Leo Becker

Pixelmator Photo gibt es ab sofort nur noch als Abo: Die iPad- und iPhone-App zur Nachbearbeitung von Fotos kostet jetzt 5,50 Euro pro Monat, wie das Entwickler-Team am Donnerstag mitteilte – das war lange der Preis für den Einmalkauf der App, zuletzt lag dieser bei 8 Euro. Pixelmator Photo ist außerdem als Jahresabo für 27 Euro erhältlich. Alternativ zum Abo bieten die Entwickler eine neue "Lebenslang"-Option an, die dem alten Einmalkauf entspricht und 55 Euro kostet.

Bestandskunden, die Pixelmator Photo in der Vergangenheit gekauft haben, erhalten kostenlos "unbegrenzten Zugriff" und müssen kein Abo abschließen, wie das Pixelmator Team betonte. Pixelmator Photo ist vorrangig zur schnellen Nachbearbeitung von Fotos gedacht und bietet verschiedene Tools, die auf maschinelles Lernen setzen. Auch die Bearbeitung von Aufnahmen in vielen RAW-Formaten wird unterstützt.

Das bisherige Modell für den Software-Vertrieb, das rein auf Einmalkäufe setzt, rechne sich schnell nicht mehr, schreiben die Entwickler. Schon ein verzögertes Update könne zu Problemen führen, wenn es nicht genug Neukäufer einbringt. Zudem müsse man die besten Funktionen zurückhalten und aufsparen, um sie gebündelt in großen Updates anzubieten und dadurch möglichst viel Aufmerksamkeit und Neukäufer zu erzeugen.

Auch Apples Beschränkungen für den Software-Vertrieb im App Store werden kritisiert: Man könne keine niedrigeren Upgrade-Preise für treue Bestandskunden anbieten und das Bereitstellen kostenloser Testversionen ist – außerhalb von Abonnements – nicht einfach möglich. Zudem sei das Preisniveau für Mobil-Apps einfach zu niedrig, um nachhaltig zu sein. Die gesamte Landschaft ändere sich und schwenke in Richtung Abo um, merken die Entwickler an.

Pixelmator Photo soll außerdem Ende des Jahres oder Anfang 2023 auf den Mac kommen. Das Abo umfasst dann künftig alle drei App-Versionen. Für Neuabonennten werde der Preis des Abos mit der Veröffentlichung der Mac-Version aber teurer, erläutern die Entwickler. Für bisherige Käufer der iOS-App soll es einen Discount auf das Abo der Mac-Version geben. Welche geschäftlichen Pläne der Anbieter für seine Bildbearbeitungsprogramm Pixelmator Pro hat, lässt die Mitteilung offen.

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(lbe)