Pixels zuerst: Android 13 ist fertig​

Google beginnt mit der Auslieferung von Android 13 für seine Pixel-Smartphones – aber nicht alle. Später sollen auch die anderen Hersteller nachziehen.​

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Lutscher: Android 5 hieß "Lollipop".

(Bild: Shutterstock.com/Asif Islam)

Von
  • Volker Briegleb

Android 13 ist fertig: Google stellt die jüngste Version seines Smartphone-Betriebssystems ab sofort für die hauseigenen Pixel-Smartphones zur Verfügung. "Später im Jahr" sollen dann auch die Geräte anderer Hersteller das Update auf Android 13 erhalten, teilte das Unternehmen am Montagabend mit.

In Android 13 setzt Google das mit dem Vorgänger eingeführte Neu-Design der Oberfläche fort. "Material You" bedeutet, dass sich Symbole und Menüs einem individuellen Farbschema anpassen, das sich etwa vom gewählten Hintergrundbild ableitet.

Inwiefern andere Hersteller mit ihren eigenen Oberflächen das "Material You"- Konzept umsetzen, bleibt abzuwarten. Zudem müssen die Entwickler der Apps das Design unterstützen und etwa ein schwarz-weißes App-Symbol mitliefern, das Android dann farblich anpassen kann.

Mit der neuen Systemversion ziehen zudem einige strengere und nutzerfreundliche Regeln für Berechtigungen in Android ein. So muss man nicht mehr seine ganze Medienbibliothek für Apps freigeben, sondern kann nun Berechtigungen für einzelne Fotos und Videos erteilen.

Apps, die Benachrichtigungen auslösen wollen, müssen dafür nun vorab die Genehmigung einholen. Hier sollten Entwickler darauf achten, dass ihre Apps diese Berechtigung anfragen müssen.

Bei möglicherweise sensiblen Daten in der Zwischenablage passt Android 13 auf und löscht E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Kreditkartennummern oder Anmeldedaten nach einer Weile aus dem Verlauf. Auch hier müssen Entwickler beachten, dass sie die Verarbeitung der Daten in ihren Apps dafür einrichten.

Mit Android 13 will Google zudem Barrieren für User mit Behinderungen oder eingeschränkten Fähigkeiten senken. Ein neuer Accessibility Reader soll etwa Menschen mit eingeschränkter Sehkraft helfen, lange Texte am Bildschirm zu lesen. Die App Lookout kann nun auch Fotos auswerten. In TalkBack wurde die Unterstützung von Braille-Displays verbessert.

Die Sprache der Apps richtet sich unter Android 13 nicht mehr stur nach der Systemsprache. Einzelnen Apps lassen sich verschiedene Sprachen zuweisen, sofern die Entwickler das unterstützen.

Einen Ausblick auf Android 13 hatte Google auf der Entwicklerkonferenz I/O im Mai gegeben, die erste Beta war bereits Ende April erschienen. Mit der dritten Beta-Version im Juni war die Plattform stabil. Nach der letzten Beta im Juli war das Release der finalen Version bereits abzusehen.

Google stellt die neue Android-Version ab sofort für die hauseigenen Pixe-Smartphones zur Verfügung. Allerdings nicht für alle, wie Google bestätigte: Schon die Beta-Versionen gab es nur für Geräte ab der vierten Generation. Im Laufe des Jahres sollen dann andere Hersteller nachziehen, Google nennt hier Samsung, Asus, HMD Global, Iqoo, Motorola, Oneplus, Oppo, Realme, Sharp, Sony, Tecno, Vivo, Xiaomi "und mehr".

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(vbr)