Planung und Zufall: Die Bilder der Woche (KW 44)

Gründliche Planung erhöht die Chancen auf ein gutes Foto. Aber auch der Zufall kann aus einer guten Aufnahme eine besondere machen.

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(Bild: Jörg Portius)

Von
  • Thomas Hoffmann

Die Bilder der Woche zeigen außergewöhnliche Aufnahmen aus den Bereichen Natur, Landschaft und Architektur. Dabei verdeutlichen die Zuschriften der Fotografen, dass vor allem eine gründliche Planung, die Voraussetzung für ein eindrucksvolles Foto ist.

Jörg Portius etwa wollte den Badesteg von Seebruck am Chiemsee unbedingt ohne Fußspuren ablichten: "Den Badesteg von Seebruck am Chiemsee habe ich am 1. Januar dieses Jahres kurz vor Sonnenaufgang abgelichtet. Ich wollte unbedingt der erste an diesem -6 °C kalten Morgen sein, da ich den überfrorenen Steg ohne Fußabdrücke bekommen wollte. Bereits am Abend zuvor hatte ich die Location besichtigt und mir angeschaut, wo genau die Sonne aufgehen wird. Die Stille am Ufer des "Bayerischen Meeres" hat mich an einsame Regionen in Skandinavien erinnert. Nur die leicht pfeifenden Fluggeräusche eines Höckerschwans waren gelegentlich zu hören. Ein gelungener Start in ein neues Jahr …"

Das auch Experimente und Zufall zum Ziel führen können, beweist Galeriefotografin Kathinka mit einer Mehrfachbelichtung aus den Dolomiten: "Ich experimentiere seit vielen Jahren und exzessiv mit Mehrfachbelichtungen. In den Dolomiten funktioniert das besonders gut aufgrund der hohen Kontraste. Und je nach Wetter sind die Ergebnisse auch immer wieder überraschend und spannend. Mit ein wenig Erfahrung sind schnell potentielle Motive erkennbar und es sind durchschnittlich nur drei Versuche notwendig, um einen guten Schnitt zu finden. Das funktioniert dann durchaus intuitiv. Je nach Lichtbedingungen und Blende entstehen unterschiedliche transluzente und intransparente Schichten."

Alle Bilder der Woche finden Sie in der Bilderstrecke unten.

Bilder der Woche (KW 44) (7 Bilder)

Samstag: Malojapass-Strassenkunst

Der Majolapass ist ein beliebtes Fotomotiv im Kanton Graubünden im Engadin. Joachim Kopatzki versuchte zunächst mit einem extremen Weitwinkel zu fotografieren, zufrieden war er aber erst mit einer Drohnenaufnahme senkrecht von oben. (Bild: Joachim Kopatzki)
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(tho)