Play Store: Google schränkt Werbeeinblendungen in Apps ein

Entwickler müssen sich bei Werbeeinblendungen in Apps für Android künftig etwas mehr zurückhalten: Google stellt neue Regeln auf, die ab Ende September gelten.

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(Bild: Roman Tiraspolsky/Shutterstock.com)

Von
  • Daniel Herbig

Werbeanzeigen in Android-Apps könnten in Zukunft etwas zurückhaltender werden: Google hat seine Richtlinien für Entwickler um Passagen ergänzt, die den Einsatz der Ad-Einblendungen klarer regeln als bisher. Die neuen Formulierungen gelten für alle im Android Play Store vertriebenen Anwendungen und sollen ab dem 30. September umgesetzt werden.

Bei den Änderungen in Googles Play-Store-Richtlinien handelt es sich vorrangig um Klarstellungen und Ergänzungen im Vergleich zu den vorherigen Richtlinien. Schon jetzt sind etwa Anzeigen verboten, die den ganzen Bildschirm in Anspruch nehmen und keine klar ersichtliche Möglichkeit bieten, die Anzeige zu schließen. In der neuen Formulierung stellt Google klar, dass ein Schließen-Symbol nach mindestens 15 Sekunden auftauchen muss – damit soll wohl ein Schlupfloch geschlossen werden, bei dem Entwickler ihre Anzeigen länger laufen ließen, bevor sie geschlossen werden konnten.

Ansonsten betont und untermauert Google vor allem Regeln, die eigentlich schon gelten sollten: Anzeigen dürfen nicht unerwartet während des Spielens auftauchen, heißt es in den Änderungen etwa. Dazu zeigt Google animierte Negativbeispiele von Apps, die gegen die Richtlinien verstoßen.

Auch wenn sich rein inhaltlich wenig an den Werberichtlinien im Play Store ändert, könnten die neuen Formulierungen zu einer strengeren Aufsicht durch Google führen und einige bislang genutzte Schlupflöcher stopfen. So passiert ist das beispielsweise, als Google zum 1. Juni seine Zahlungsrichtlinien im Play Store umgestellt hat: Obwohl sich die neuen Richtlinien im Kern kaum von den alten unterschieden, zogen zahlreiche App-Entwickler daraus Konsequenzen. Dazu gehört beispielsweise auch der Online-Händler Amazon, der E-Books aus seiner Android-App entfernte.

In einer weiteren nun angekündigten Änderung für die Play-Store-Richtlinien versucht Google außerdem, Apps zu verbieten, die sich als andere Anwendungen ausgeben. Sogenannte "Impersonator-Apps", die ihren Usern durch Namen oder Icon eine falsche Identität vorgaukeln, sollen damit verboten werden. Auch hier plant Google vor allem mit Klarstellungen und detaillierten Ausführungen zu den bereits geltenden Richtlinien. Die neuen Personalisierungen um die Impersonator-Apps gelten ab dem 31. August.

(dahe)