Playstation 5: Sony vertagt Livestream wegen Rassismus-Protesten

Am Mittwoch wollte Sony ursprünglich Spiele für die PS5 zeigen. Aufgrund der Rassismus-Proteste in den USA soll dieses Event nun aber ausfallen.

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Der Controller der Playstation 5

(Bild: Sony)

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Der für Mittwoch geplante Livestream mit Spiele-Vorstellungen für die Playstation 5 wird wegen der Rassismus-Proteste in den USA nicht stattfinden. Das teilte Playstation-Hersteller Sony auf Twitter mit. "Jetzt ist keine Zeit zum Feiern", schreibt Sony in dem Post. Man wolle sich lieber zurückhalten, um wichtigeren Stimmen den Vortritt zu lassen. Die Veranstaltung werde daher auf unbestimmte Zeit verschoben.

In einem anderen Post nimmt Sony direkt Bezug auf die Proteste gegen Polizeigewalt in den USA nach dem Tod von George Floyd. "Wer nichts zu der Gewalt und dem Rassismus sagt, den schwarze Menschen erfahren, der ist mitschuldig." Auch Microsoft und andere Spiele-Unternehmen haben sich mit den Protesten solidarisiert.

Ursprünglich wollte Sony auf dem Event Spiele für die Playstation 5 zeigen. Nähere Details fehlten zwar, die Erwartungen in der Community waren aber groß: Bisher hat sich Sony auffällig mit Spieleankündigungen und Gameplay-Szenen von der Playstation 5 zurückgehalten.

Viele jährlich stattfindende Spiele-Veranstaltungen wurden in diesem Jahr wegen der Coronakrise abgesagt, darunter auch die wichtige Spielemesse E3. Sony hatte der E3 allerdings schon vorher einen Korb gegeben und sich auf eine unabhängige Roadmap für die Vorstellung seiner neuen Spielekonsole entschieden. Die Playstation 5 soll laut Sony plangemäß zum Weihnachtsgeschäft erscheinen. Microsoft will zu diesem Zeitpunkt die neue Xbox Series X in den Handel bringen.

Auch Google hat sich angesichts der Proteste in den USA dafür entschieden, ein geplantes Tech-Event abzusagen. Am Dienstag wollte das Unternehmen ursprünglich den Launch der Beta des Mobile-OS Android 11 feiern. Sowohl die Launch-Party als auch der Beta-Start von Android 11 wurden nun aber verschoben.

(dahe)