Plug-in-Hybride und Elektroautos überholen bei Neuzulassungen den Diesel

Neuwagen mit Dieselmotor waren im April weniger gefragt als Elektroautos und Plug-in-Hybride. Die Prämie hinterlässt deutliche Zeichen bei den Neuzulassungen.

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Der Kauf eines Elektroautos wird aktuell mit bis zu 9570 Euro subventioniert.

(Bild: Pillau)

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  • dpa

Die staatliche Subventionierung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden führt zu einer immer größeren Verbreitung dieser Modelle. Im April hatten zehn Prozent aller erstmals zugelassenen Autos in Deutschland einen batterieelektrischen Antrieb. Fast jeder achte Neuwagen war ein PHEV, wie aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamts hervorgeht. Zusammen kamen sie auf einen Marktanteil von 22,2 Prozent und übertrafen damit Dieselmotoren, die noch bei 21,9 Prozent der Neuwagen unter der Haube steckten. Vorn lagen Benziner mit 39,2 Prozent.

Insgesamt wurden im April 229.650 Pkw neu zugelassen, wie das Amt mitteilte. Das waren 90 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, als im ersten Corona-Lockdown Autohäuser und Zulassungsstellen nahezu vollständig schlossen. Dennoch lasse die Erholung auf sich warten, der April sei im langjährigen Vergleich schwach gelaufen, machte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller deutlich.

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Bislang wurden in diesem Jahr hierzulande 886.201 Autos neu zugelassen, 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zwei Drittel davon sind gewerbliche Neuzulassungen. Bund und Hersteller gewähren beim Kauf eines Elektroautos Prämien bis zu 9000 Euro, bei Plug-in-Hybriden sind es bis zu 6750 Euro. Hinzu kommt, dass für die private Nutzung von Dienstwagen nur ein halbes Prozent versteuert werden muss. Auch deshalb ist mit einem Ende dieses Booms nicht zu rechnen.

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(mfz)