Polizei Osnabrück: Brennstoffzelle geht auf Streife

Eine Brennstoffzelle, die mit Wasserstoff betrieben wird, soll die Fahrzeugflotte der Polizei weniger umweltschädlich machen.

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Hyundai Nexo

(Bild: Polizeidirektion Osnabrück)

Von
  • Martin Franz
  • mit Material der dpa

Die Polizei in Osnabrück hat ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle in den regulären Einsatz aufgenommen. Der Hyundai Nexo soll ein Jahr auf seine Alltagstauglichkeit hin geprüft werden, sagte ein Sprecher der Polizeibehörde. Er stoße „keine Abgase und damit auch kein CO2 aus“, so ein Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück. Im Vergleich zu einem Elektroauto sei die „Reichweite enorm und das Auftanken sei in Minutenschnelle erledigt“. Die lokale Emissionsfreiheit sei gerade für den Einsatz in Städten sinnvoll. Bislang sind Polizeiautos mit Brennstoffzellen, die mit Wasserstoff betrieben werden, in Hamburg und Berlin im Einsatz.

Der Nexo kann in seinen drei Tanks insgesamt 6,33 kg Wasserstoff bei 700 bar speichern, den Verbrauch im WLTP gibt Hyundai mit 0,95 kg H2 an. Damit kommt er in diesem Zyklus 666 Kilometer weit. Die Tankzeit soll bei 3 bis 5 Minuten liegen. Der E-Motor bietet 120 kW und 395 Nm, maximal erreicht der Nexo damit 179 km/h. Im ersten Quartal 2020 wurde der Hyundai vom normalen Pkw zum Funkstreifenwagen umgerüstet.

Beamte, die den Streifenwagen bereits getestet haben, seien angetan vom neuen Einsatzfahrzeug, heiß es in einer Pressemitteilung.

(Bild: Polizeidirektion Osnabrück)

„Die Schadstoffbelastung in deutschen Innenstädten macht deutlich, wie wichtig es auch für die niedersächsische Polizei ist, in alternative Antriebsarten zu investieren“, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) zu dem Hyundai Nexo (Test), der auch mit Fördermitteln des Bundesverkehrsministeriums beschafft wurde. Laut Innenministerium wurde ein Förderantrag für die Beschaffung von sechs mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellenfahrzeugen gestellt. Derzeit werde ein Strategiepapier zum weiteren Einsatz von Elektroautos erarbeitet.

Das Projekt der Polizeidirektion Osnabrück wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit insgesamt 20.460 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

(mfz)