Polizei hebt Darknet-Drogenshop "Lenas Bioladen" aus

"Lenas Bioladen" klingt beschaulich, war aber ein Drogenshop im Darknet. Die mutmaßlichen Betreiber wurden nun verhaftet.

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Von
  • Axel Kannenberg

Über einen Darknet-Shop namens "Lenas Bioladen" sollen sie kiloweise Marihuana verkauft haben: Die Polizei in Bayern hat nach jahrelanger Ermittlungsarbeit zwei mutmaßliche Shopbetreiber im Alter von 42 und 31 Jahren festgenommen, wie sie gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Dienstag mitteilte.

Zwischen Juni 2018 und März 2020 sollen die Männer mit baden-württembergischen Wohnadressen im Zollernalbkreis und im Alb-Donau-Kreis mindestens vier Kilo Marihuana in Deutschland und ins benachbarte Ausland verkauft und tausende Drogenpäckchen von Neu-Ulm aus verschickt haben. Laut Polizei gibt es Anhaltspunkte für weitere Transaktionen über den Drogenshop mit einem Gesamtumsatz im Millionenbereich.

"Lenas Bioladen" sei unter anderem auch auf dem 2019 geschlossenen Darknet-Marktplatz Wall Street Market als Anbieter aktiv gewesen, schreibt der Spiegel. Ermittlungsverfahren gegen potenzielle Kunden von "Lenas Bioladen" sollen laut dem Nachrichtenmagazin bereits geplant sein.

Die Männer sitzen nun in Untersuchungshaft, ihnen wird unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln in mehreren Fällen vorgeworfen. Bei Durchsuchungen wurden Verpackungsmaterial, Smartphones, Computer sowie Vermögenswerte wie Bargeld und Bitcoin sichergestellt. Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, bei der die Zentralstelle Cybercrime Bayern angesiedelt ist, erließ Haftbefehl.

(axk)