Pornhub: Visa und Mastercard stellen Geschäftsbeziehungen ein

Visa und Mastercard wollen nicht mehr mit MindGeek, der Betreiberfirma von Pornhub, wegen illegaler Inhalte auf der Porno-Videoplattform zusammenarbeiten.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 142 Beiträge

(Bild: Shutterstock/Empirephotostock)

Von
  • Oliver Bünte

Die Zahlungsdienstleister Visa und Mastercard haben die Nutzung ihrer Kreditkarten als Zahlungsmittel auf dem Porno-Videoportal Pornhub untersagt und damit die finanziellen Beziehungen zu MindGeek, der Muttergesellschaft, eingestellt.

Visa und Mastercard hatten am Montag Untersuchungen eingeleitet und die Geschäftsbeziehungen zu MindGeek auf den Prüfstand gestellt, nachdem ein Bericht der New York Times darauf hingewiesen hatte, dass auf Pornhub Videos mit Kindesmissbrauch und nicht-einvernehmlicher sexueller Gewalt veröffentlicht worden waren.

Mastercard erklärte nach Darstellung der New York Times am Donnerstag, dass die Untersuchungen "Verstöße gegen unsere Standards zum Verbot rechtswidriger Inhalte" auf der Website von Pornhub bestätigt hätten. Deshalb beendet Mastercard die Geschäftsbeziehungen zu MindGeek. Mastercard akzeptiert demnach keine Geldtransfers mehr, die im Zusammenhang mit Pornhub stehen. Auch weitere Websites, mit denen Mastercard derzeit zusammenarbeitet, sollen auf potenziell illegales Material untersucht werden. Mastercard wolle bei Verstößen dann ebenfalls Maßnahmen ergreifen.

Visa teilte nach Angaben der New York Times mit, dass die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien, man jedoch die Finanzinstitute, die mit MindGeek zusammenarbeiten, angewiesen habe, "die Verarbeitung von Zahlungen über das Visa-Netzwerk auszusetzen". Nach Abschluss der Untersuchungen will Visa dann entscheiden, wie weiter verfahren wird.

MindGeek bedauerte nach Angaben der New York Times das Vorgehen der beiden Zahlungsdienstleister als "außerordentlich enttäuschend“. Wie es ohne Visa und Mastercard als Zahlungsdienstleister weitergeht, ist zunächst unklar. MindGeek hatte angesichts der Vorwürfe im Bericht der New York Times und der daraufhin eingeleiteten Untersuchungen von Visa und Mastercard am Dienstag Einschränkungen hinsichtlich der Uploads und Downloads auf Pornhub angekündigt. Damit will MindGeek verhindern, dass künftig illegales Material auf der Videoplattform landet. Die ergriffenen Maßnahmen konnten Visa und Mastercard offensichtlich nicht ausreichend davon überzeugen, weiter mit MindGeek zusammenzuarbeiten.

(olb)