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Porno statt Coronazahlen: Quebecs Gesundheitsministerium erregt Aufsehen

Das Gesundheitsministerium der kanadischen Provinz Quebec hat für Aufregung gesorgt: Statt zur eigenen Website verlinkten sie in einem Tweet auf Pornhub.

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Kopieren will gelernt sein - sonst werden statt Inzidenzen im schlimmsten Fall obszöne körperliche Interaktionen gezeigt. Wie hier in Kanada geschehen.

(Bild: dpa, picture alliance / dpa)

Von
  • Markus Will

Das Gesundheitsministerium der kanadischen Provinz Quebec hat am Donnerstag bei Twitter eigentlich nur über den tagesaktuellen Stand der Corona-Pandemie berichten wollen. Stattdessen unterlief ihnen eine schlüpfrige Panne: In dem Tweet selbst war ein Infoboard mit Coronazahlen abgebildet und scheinbar wurde auf die eigene Website verlinkt. Wer aber auf den verkürzten Link klickte, um einen näheren Blick auf die Zahlen zu erhalten, bekam stattdessen Frauenfüße in Großaufnahme zu sehen – der Tweet verlinkte auf ein Filmchen des Porno-Videoportals Pornhub.

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Das Internet ist voll von heißen IT-News und abgestandenem Pr0n. Dazwischen finden sich auch immer wieder Perlen, die zu schade sind für /dev/null.

Für etwa 40 Minuten erheiterte der Link die frankokanadische Netzgemeinschaft, bis die Behörde ihn nach vielfältigen Nutzerhinweisen über die eigenwillige Art der Zahlenaufbereitung löschte. Danach veröffentlichte das Gesundheitsamt eine Entschuldigung bei Twitter (aus dem Französischen übersetzt): "Aufgrund einer Situation, die sich unserer Kontrolle entzieht, wurde auf unserem Twitter-Account ein Link mit unangemessenen Inhalten gepostet. Wir suchen nach den Ursachen. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten."

Die User spekulierten vielfältig, wie es zu der Verwechselung kommen konnte. Vermutungen über einen versehentlich vertauschten Link eines überspannten Mitarbeiters machten die Runde, genau wie Spekulation über einen Hackerangriff. Ein anderer Nutzer hatte eher eine profanere Erklärung parat: Die bit.ly-Shortlinks zwischen der Website des Gesundheitsamts und dem pikanten Video gleichen sich bis auf die letzte Zahl. Vermutlich wurde wohl der Link unvollständig übertragen und beim Reparieren des Links wohl versehentlich die Zahl des Videos angegeben.

Der eine oder andere Nutzer war über die eher unspektakuläre Erklärung enttäuscht. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamts müssten da aber eher erleichtert sein. Die Aufmerksamkeit dieses Fauxpas bleibt jedenfalls in Kanada: Pornhub hat seinen Sitz in Montreal.

(mawi)