Profi-Grafikkarten: Nvidia gibt auch Markennamen "Quadro" auf

Auf den Abgang von "Tesla" folgt "Quadro". Nvidia lässt die Trennung zwischen Grafikkarten zur 3D-Visualisierung und GPU-Beschleunigern verschwimmen.

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(Bild: Nvidia)

Von
  • Mark Mantel

Neue Profi-Grafikkarten von Nvidia zur 3D-Visualisierung heißen nicht mehr "Quadro". Die RTX A6000 trägt den Zusatz schon nicht mehr; die vorherigen Spitzenmodelle nannte Nvidia noch Quadro RTX 8000 und Quadro RTX 6000.

Die Einstellung von "Quadro" kam kurzfristig: Im vorab zur Verfügung gestellten Pressematerial zur RTX A6000 Anfang Oktober stand noch fett Quadro RTX A6000. Die Website Anandtech hat sich von Nvidia jetzt eine Bestätigung eingeholt, dass der Markenname ausläuft. So wird das neue Ampere-Modell auf der Webseite noch unter dem Reiter Quadro geführt, heißt aber auch dort schlicht RTX A6000.

Mit der Vorstellung des GPU-Beschleunigers A100 hatte Nvidia bereits das "Tesla" gestrichen, welches die eigenen GPU-Beschleuniger für Rechenzentren seit 2007 begleitete. Die Verwechslungsgefahr zum Autohersteller war demnach zu groß. Die erste Quadro erschien 2004 in Form der Quadro FX 330.

Laut Nvidia sollen die wegfallenden Markennamen die fließenden Grenzen zwischen den Märkten verdeutlichen. So ließe sich eine RTX-A6000-Grafikkarte heutzutage auch gut als GPU-Beschleuniger einsetzen, der beispielsweise neuronale Netze trainiert. Andersherum könnte eine A40 etwa 3D-Modelle berechnen.

Im Gegensatz zu den Tesla-Vorgängern spendiert Nvidia der A40 auch Bildausgänge, sodass Nutzer diese ohne zusätzliche Grafikkarte in einem Desktop-PC verbauen könnten. Das setzt lediglich ein gut gefülltes Portemonnaie und eine starke Gehäusebelüftung oder eine Bastellösung voraus. Denn: für Rechenzentren gedachte GPU-Beschleuniger wie die A40 haben keine eigenen Lüfter.

(mma)