Profi-Router bekommt HomeKit-Unterstützung

Der AmpliFi Alien Router kann künftig Apple-Smart-Homes besser absichern. Dazu wird ein Update fällig.

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Der Alien war bereits 2020 gelandet.

(Bild: Ubiquiti)

Von
  • Ben Schwan

Router, die von Apple speziell für seine Heimvernetzungstechnik HomeKit zertifiziert wurden, kann man bislang noch an einer Hand abzählen. Momentan listet Apple ganze drei Gerätelinien in seinem offiziellen Verzeichnis: Zwei Systeme von Eero und eines von Linksys. Allerdings gibt es bereits mehr der 2019 offiziell vorgestellten "HomeKit enabled Router": Nun ist mit dem AmpliFi Alien von Ubiquiti ein weiteres Gerät, das vor allem Semi-Profis und Gamer anspricht, hinzugekommen,

Wie schon bei anderen Router-Modellen auch wird die Unterstützung für Apples Smart-Home-System per Softwareupdate nachgereicht. Dazu muss man seinem Amplifi Alien die Firmware-Version 3.7.0 verpassen, die seit wenigen Tagen zum Download über die App des Routers zur Verfügung steht. Hier wird die Unterstützung für das sogenannte Apple-HomeKit-Security-Feature genannt. Allerdings betont Ubiquiti explizit, dass dies nur für "Standalone-Router-Setups" gilt, also nicht solche Systeme, die als Mesh betrieben werden – obwohl dies doch eine der bevorzugten Betriebsarten für größere Wohnungen sein dürfte.

Ob sich dies mit einem späteren Update ändert – sowohl Eero- als auch Linksys-Modelle mit HomeKit werden explizit als Mesh offeriert – blieb zunächst unklar. Ubiquiti verkauft den Alien als Mesh-Kit zum Preis von satten 800 Euro, als Einzelgerät schlägt ein Router mit 500 Euro zu Buche. Die Installation der neuen Firmware erfolgt automatisch, ein manuelles Update ist allerdings sinnvollerweise ebenfalls möglich. Neben dem HomeKit-Support behebt Ubiquiti Fehler in der Firmware und verbessert die Zeitzonenunterstützung "für einige Länder".

Ein Router mit HomeKit soll für Nuter von Apples Smart-Home-Standard einige Vorteile bringen. Solche Geräte erlauben es, für alle HomeKit-kompatiblen Smart-Home-Geräte eigene Sicherheitseinstellungen vorzunehmen, um so für eine geringere Angriffsfläche zu sorgen. Einzelne Geräte werden so besser isoliert. So lassen sich etwa die Verbindungen der Heimautomationsgeräte ins Internet zu blockieren, um so eine unerwünschte Datenübermittlung generell zu verhindern.

HomeKit-Router bieten ingesamt drei Stufen an. Diese reichen von der kompletten Abschottung einzelner Smart-Home-Geräte bis hin zum unbeschränkten Zugriff auf Internet und andere Hardware im Netzwerk. Ein Automatik-Modus lässt zumindest bestimmte Verbindungen zu, damit Geräte etwa weiterhin Updates vom Server des Herstellers beziehen können. Störenderweise übernimmt ein HomeKit Enabled Router aber nicht die Funktion einer HomeKit-Steuerzentrale, die den Zugriff von Außen erlaubt. Ein "Home Hub", wie Apple diese Geräte nennt, muss im lokalen Netzwerk weiter vorhanden sein, also ein HomePod (mini), ein Apple TV oder ein am Strom hängendes iPad, wobei letzteres bald nicht mehr alle Funktionen unterstützen wird. Apple selbst bietet aktuell keine eigenen Router mehr an.

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(bsc)