Prometheus 2.20 ändert den Umgang mit Zeitreihendatenbanken

Das Monitoring-Tool Prometheus aktiviert standardmäßig den Write-ahead Log für Time Series DBs und hat Neuerungen für Service Discovery im Gepäck.

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(Bild: Gorodenkoff/Shutterstock.com)

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Das von der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) verwaltete Projekt Prometheus ist in Version 2.20 erschienen. Neben Arbeiten an der Benutzeroberfläche hinsichtlich der Lesbarkeit führt das Update unter anderem neue Konfigurationsoptionen für OpenStack ein.

Das Update bringt einen neuen Standard für die Time Series Database (TSDB). Die Komprimierung des Write-ahead Log (WAL) ist nun per Standard aktiviert und soll ein Downgrade auf Version 2.10 oder früher verhindern, ohne das WAL zu löschen. Wer das nicht möchte, kann mit dem Setzen des Flags –no-storage.tsdb.wal-compression zu altem Verhalten zurückkehren.

Darüber hinaus hat das Team hinter Prometheus an der Inkrementierung der WAL-Korruptionsmetrik bei Fehlern während des Checkpointings gearbeitet. Auch die Abfragesprache des Projekts PromQL hat ein Update erhalten. Die aktuelle Version bringt einen neuen Metrik-Identifier without, einen weiteren Aggregator group sowie weitere Neuerungen für das Matching regulärer Expression-Label.

Die aktuelle Version legt neben der TSDB den Fokus auch auf Service Discovery (SD). Das Monitoring-Tool Prometheus soll ab Version 2.20 das Container-Orchestrierungstool Docker Swarm und den Cloud-Service Digital Ocean erkennen. Das Update führt zudem neue Konfigurationsoptionen für OpenStack ein, die eine Möglichkeit zur Abfrage alternativer Endpunkte bieten sollen. Außerdem sollten Nutzer, die Amazons Elastic Compute Cloud (EC2) verwenden, zukünftig auf ein AMI-Meta-Label zugreifen können.

Inhalt des Updates ist zudem eine Überarbeitung der Benutzeroberfläche von Prometheus. Die Statusseite zeigt nun Datumsangaben in Form von Zeitstempeln an. Darüber hinaus hat das Team hinter Prometheus an der Lesbarkeit der Zahlen in Warnmeldungen gearbeitet. Hash-Fragment-Links sollen zudem besser sichtbar in der Navigationsleiste angezeigt werden. Über die Release Notes auf GitHub erhalten Interessierte nähere Informationen zu den Neuerungen in Prometheus 2.20.

(mdo)