Proxmox VE 7.1: Windows 11 und TPM 2.0 nahtlos virtualisieren

Mit der neuen Version 7.1 lassen sich auch Windows 11 nebst TPM 2.0 einfach virtualisieren. Ein erster Test zeigt: Die Installation klappt reibungslos.

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(Bild: Proxmox Server Solutions GmbH)

Von
  • Michael Plura

Die Proxmox Server Solutions GmbH aus Wien hat das Proxmox Virtual Environment 7.1 veröffentlicht, mit dessen Hilfe sich virtuelle Maschinen und Linux-Container auf einer Plattform bequem über ein grafisches Web-Frontend managen lassen. Das Kernsystem basiert nun auf Debian GNU/Linux "Bullseye" 11.1 und einem aktuellen Linux 5.13. Virtuelle Maschinen stellt QEMU 6.1 zur Verfügung, Linux-Container laufen unter LXC 4.0. Als quelloffene und verteilte Speicherlösung dient Ceph Pacific 16.2.6 in Kombination mit OpenZFS 2.1.

Microsoft fordert als Voraussetzung für die Installation des neuen Windows 11 ein Trusted Platform Module (TPM) 2.0. Diese kann bei Proxmox VE 7.1 direkt beim Erstellen der VM über die Weboberfläche einfach per Kontrollkästchen hinzugefügt werden. Erste Tests zeigen, dass die "UEFI Secure Boot"-Funktion (TPM 2.0 und UEFI) aus dem aktuellen QEMU-6.1-Paket eine reibungslose Installation und Ausführung von Windows 11 ermöglicht. Neue VMs unterstützen somit die "Secure Boot"-Verifizierung und erlauben es, Linux-Distributionen und Microsoft-Schlüssel vorab zu registrieren.

Die Linux-Container auf Basis von LXC 4.0 unterstützen nun auch das aktuelle Fedora 35 und Ubuntu 21.10. Container-Templates lassen sich über die Zstandard-Kompression von OpenZFS (Zstd) komprimieren. Um Probleme mit systemd in den Containern zu umschiffen, wird bei neu angelegten unprivilegierten Containern die "Nesting"-Funktion standardmäßig aktiviert. Dies soll das Zusammenspiel mit systemd-Versionen insbesondere aus den neueren Templates verbessern.

Für Backups gibt es Dank des neuen Scheduler-Daemon "pvescheduler" eine flexiblere Zeitplanung. Wichtige Backups kann man als "geschützt" markieren, was ein automatisches oder manuelles Löschen ohne zusätzliche Aktionen verhindert. Die Aufbewahrungsfristen der Sicherungskopien können über umfangreiche Richtlinien nicht mehr nur über die API und die Kommandozeile, sondern ab Proxmox VE 7.1 auch über die Weboberfläche eingestellt werden.

Außerdem wurde die Zwei-Faktor-Authentifizierung (TFA) optimiert: Dazu haben die Entwickler WebAuthn (das U2F ersetzt) und Einmalpasswörter hinzugefügt. Die Konfiguration der TFA erfolgt über die Weboberfläche.

Alle Details zur neuen Version finden sich in den Release Notes. Die Proxmox Virtual Environment 7.1 steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit. Sie lässt sich als Open-Source-Software ohne weitere Kosten einsetzen, umfangreichen Enterprise-Support können Firmen ab 90 Euro pro Jahr und CPU hinzubuchen. Ein detaillierter Blick aufs Major Release 7.0 und die Basis Debian 11 findet sich in der iX.

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(fo)