Python Extension for Visual Studio Code erhält zielgenaues Debugging

Microsoft hat die Python-Erweiterung für Visual Studio Code aktualisiert. Das Juli-Update bringt unter anderem neue Debugging-Features mit.

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(Bild: REDPIXEL.PL/Shutterstock.com)

Von
  • Maika Möbus

Das monatliche Update der Python Extension for Visual Studio Code ist erschienen. Die Erweiterung aus dem Hause Microsoft hat neue Funktionen für den Umgang des Quellcodeeditors mit Python-Code an Bord, darunter neue Features für das Debugging und erweiterten Jedi-Support. Die neueste Version der Extension kann entweder vom Visual Studio Code Marketplace oder direkt aus der Extension Gallery in Visual Studio Code bezogen werden. Sollte die Extension bereits installiert sein, genügt ein Neustart von Visual Studio Code.

In der aktuellen Ausgabe der Python-Erweiterung stehen zwei zusätzliche Optionen für das Debugging zur Verfügung. Die erste ist die Fähigkeit, dass Entwicklerinnen und Entwickler in einer Codezeile auswählen können, in welches Target sie hineintreten möchten, wenn mehrere Möglichkeiten vorhanden sind. Das ist beispielsweise in diesem Fall hilfreich:

Python Extension for Visual Studio Code: mögliche Targets im Python-Debugger

(Bild: Microsoft)

Bisher war hier das Hineintreten in die nicht gewünschten Codeabschnitte sowie das Heraustreten aus ihnen nötig, bis der gewünschte, beispielsweise der Aufruf generate_wordcloud, erreicht war. Das entfällt mit dem Juli-Release, denn nun ist das Target direkt auswählbar:

Python Extension for Visual Studio Code: Auswahl des Targets im Python-Debugger

(Bild: Microsoft)

Das zweite neue Debugging-Feature sind Function Breakpoints. Sie kommen dann ins Spiel, wenn es darum geht, nur das Verhalten einer bestimmten Funktion zu untersuchen. Dazu ist im Breakpoint-Fenster ihr Name auszuwählen. Der Debugger stoppt dann die Ausführung des Codes, sobald die genannte Funktion erreicht ist.

Eine weitere Neuerung ist ein Quick Fix zum Auflösen bislang unklarer Import Statements in neuen Projekten. Bisher waren manuelle Einstellungen an python.analysis.extraPaths nötig, um Pylance die richtigen Suchpfade für den Import anzuzeigen, um für IntelliSense benötigte Informationen zu erhalten. Stattdessen zeigt Pylance, Microsofts Language Server für die beliebte Programmiersprache Python, nun eigenständig Vorschläge für Suchpfade an. Dazu dient entweder das Anklicken der Glühbirne oder die Auswahl von "Quick Fix…" im Tooltip.

Zudem ist nun das Umbenennen von Modulen mit dem Python-Analysewerkzeug Jedi möglich, was bislang zu einem Fehler führte. Auch einige zusätzliche Bugs sind mit dem Update behoben.

Weitere Infos zur neuesten Ausgabe der Python Extension for Visual Studio Code sind in einem Blogeintrag zu finden.

(mai)