Python-Implementierung Pyston springt auf den Open-Source-Zug auf

Mit der Veröffentlichung von Version 2.2 wird Pyston zum Open-Source-Projekt. Zudem nimmt es Arbeiten an der Performance vor.

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  • Madeleine Domogalla

Das Entwicklerteam hinter der alternativen Python-Runtime Pyston hat Version 2.2 vorgelegt. Während Version 2.1 Anfang Januar noch nicht für alle frei zugänglich war, erscheint das aktuelle Release unter Python Software Foundation License Version 2 (PSFL). Der Quellcode steht somit der Allgemeinheit frei zur Verfügung.

Um gegebenenfalls auftretende Verwirrung bei den Nutzerinnen und Nutzern zu vermeiden, hat das Entwicklerteam hinter Pyston das alte Repository archiviert. Sofern Bedarf besteht, lässt es sich auf GitHub wiederfinden. Nach eigenen Angaben, prüft das Entwicklerteam aktuell, welche der neuen Änderungen in CPython (Referenzimplementierung der Programmiersprache Python) hochgeladen werden können.

Neben der Freigabe des Quellcodes bringt das Update Neuerungen hinsichtlich der Performance. Das Pyston-Entwicklerteam hat vor allem an den JIT- und Attribute-Cache-Mechanismen gearbeitet, um die aktuelle Version noch schneller zu machen. Beispielsweise wurden selten genutzte Debugging-Funktionen, die die Programmiersprache Python unterstützt, mit Pyston 2.2 entfernt. Laut eigenen Angaben habe das bereits zu einem Anstieg der Geschwindigkeit von 2 Prozent geführt. Eine vollständige Liste der Funktionen, die in Pyston v2.2 entfernt wurden, finden sich im entsprechenden Wiki-Eintrag. Weiterführende Informationen zum aktuellen Release finden sich im Beitrag auf dem Pyston-Blog.

(mdo)