Rassistische Push-Nachrichten auf Apple News: US-Magazin nimmt Website offline

Das CMS von Fast Company ist gehackt worden, es folgten zwei rassistische Push-Benachrichtungen an Millionen Smartphones. Das US-Magazin reagierte drastisch.

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(Bild: JMiks/Shutterstock.com)

Das US-amerikanische Wirtschaftsmagazin Fast Company hat die komplette eigene Homepage offline genommen. Als Begründung hat das Unternehmen auf Twitter mitgeteilt, dass das hauseigene Content Management System (CMS) gehackt worden sei. Vorher waren von dem Account des Magazins über den Dienst Apple News rassistische Benachrichtigungen abgesetzt worden. Apple hat den Account daraufhin bereits gesperrt und ebenfalls von einem Hack gesprochen. Teilweise war bis dahin vermutet worden, dass Apple News selbst gehackt wurde.

Fast Company ist aktuell dabei, die Situation zu untersuchen und hat deshalb bis auf Weiteres den Newsfeed und die Homepage gesperrt. Ein bereits am Wochenende erfolgter erster Hack stehe mit dem zweiten jetzt "offensichtlich" in Zusammenhang. Das Unternehmen war nach eigener Aussage am Sonntag schon einmal Ziel eines erfolgreichen Hackerangriffs. Danach seien rassistische Äußerungen auf der eigenen Homepage aufgetaucht, woraufhin die für etwa zwei Stunden offline genommen worden sei.

Am Dienstagabend sei dann in das CMS eingebrochen worden, in der Folge seien "zwei obszöne und rassistische Push-Benachrichtigungen an unsere Follower auf Apple News gesendet" worden. Die Nachrichten seien "abscheulich" und stünden "nicht im Einklang mit dem Inhalt und Ethos von Fast Company". Screenshots zufolge begann der kurze Text mit einer rassistischen Bezeichnung für schwarze Menschen.

Fast Company gibt ein im Zweimonatsrhythmus erscheinendes Business-Magazin heraus. Apple News ist ein Angebot von Apple, bei dem Inhalte verschiedener Medien in einer App zusammengetragen werden. Das seit 2015 existierende Angebot ist aktuell nur in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien verfügbar.

(mho)