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Raw-Entwicklung: Rohkost für Feinschmecker (IV)

DPP-Maßnahmen

Inhaltsverzeichnis

Seit der Version 3.6 besitzt auch DPP eine Schatten- und Lichterkorrektur, die teilweise ähnliches bewirkt wie die entsprechenden Einstellungen in ACR (Adobe Camera Raw) von Adobe. Sie ist nicht so feinfühlig, bringt aber im Extremfall der "Steinsammlerin" ganz brauchbare Resultate zustande. Zusätzlich muss an der Gammakurve im RGB-Teil geschraubt werden. Nach einem Update von DPP auf die aktuelle Version, das jeder Besitzer einer älteren Kamera anhand einer früheren Installation ausführen kann (inzwischen gibt es zur EOS 550D schon DPP 3.8.0.0, mit dem man Bilder auch feinfühlig geraderichten kann), bringt ein erneuter Versuch deutlich differenziertere Ergebnisse.

In den Screenshots sind weitere Korrekturmaßnahmen beschrieben: Zunächst wird die Farbtemperatur auf 6400 erhöht, um die Hauttöne wärmer zu machen. Mit der Gradationskurven im RGB-Teil wird eine bessere Tonwertabstufung eingestellt, was die Lichter-/Schattenzeichnung noch nicht befriedigend ausgleicht. Nun kommen noch die neuen Einsteller für Lichter und Schatten zum Einsatz, die schließlich in Verbindung mit der Gradationskurvenverbiegung ein weich durchgezeichnetes Bild ergeben. Die Einstellungen sind zwar weniger feinfühlig als in ACR, aber anders als dort sieht man, was die Einsteller eigentlich tun: Sie machen Buckel in die primäre Gradationskurve von Raw nach RGB. Allerdings scheinen die Funktionen "Repararatur" und "Fülllicht" in ACR noch andere verborgene Funktionen zu haben – worauf wir demnächst eingehen werden.

In der nächsten Folge schließen wir das Thema Tonwertkorrekturen ab und beschäftigen uns noch mit zu flauen Bildern oder solchen, bei denen die Mitteltöne unbefriedigend wiedergegeben werden, sowie mit der Korrektur einzelner Farben.

Bisher sind in dieser Reihe erschienen:

Links zum Herunterladen von Testdateien für eigene Versuche

DNG-Raw-Originaldateien der in diesem Artikel behandelten "Problemfotos":

(cm)