Razer-Chef: Notebook-Preise steigen wegen Komponentenmangel

Die Komponentenkosten für Notebooks steigen laut dem Razer-CEO "signifikant", was in steigenden Preisen für die 2022er-Generation resultiert.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 5 Beiträge

(Bild: Razer)

Von
  • Mark Mantel

Razer wird die Preise für die nächste eigene Notebook-Generation anziehen – andere Hersteller könnten, der Argumentation nach zu urteilen, folgen. Laut dem Razer-Chef Min-Liang Tan steigen die Kosten für einzelne Komponenten "signifikant", was "durch die Bank weg zu Preiserhöhungen bei den Next-Gen-Gaming-Laptops" führen soll.

Auf der Konsumentenelektronikmesse CES 2022 werden unter anderem die neuen Notebook-Prozessorgenerationen Alder Lake-P (Core i-12000U und -H) von Intel sowie Rembrandt (Ryzen 6000U und -H) von AMD erwartet, die wahrscheinlich bei Razers neuen Blade-Modellen zum Einsatz kommen.

Beide CPU-Baureihen können mit DDR5-RAM umgehen, das insbesondere bei High-End-Notebooks fürs Gaming zum Einsatz kommen und einen steigenden Kostenfaktor darstellen dürfte. DDR5-Module sind momentan kaum verfügbar und überteuert, laut IC Chip Co auch aufgrund mangelnder Power-Management-Schaltungen (PMICs). Im Preisvergleich ist derzeit kein einziges DDR5-Kit lieferbar.

Anders als bei DDR4 wandert beim DDR5-Standard die Spannungswandlung vom Mainboard auf die Speichermodule, um bei Desktop-PCs und Notebooks die Eingangsspannung von 5 auf rund 1,1 Volt herunterzuregeln. Einen Mangel an PMICs beklagen Hersteller verschiedenster Branchen schon seit 2020 – mit einer deutlichen Besserung ist kurzfristig nicht zu rechnen. Die Chips kosten normalerweise nur einige Cent, treiben die Preise jetzt aber durch die schlechte Verfügbarkeit hoch.

Die Website Videocardz zitiert zudem Gerüchte, wonach AMD die Preise für Radeon-GPUs der Baureihe RX 6000 steigern will. Da sowohl AMD als auch Nvidia derzeit alle produzierten Grafikchips aus den Händen gerissen werden, wäre ein ähnliches Vorgehen bei Nvidia nicht auszuschließen.

Hinzu kommen weitere Kleinteile, die seit der hochgeschossenen Nachfrage durch die Coronavirus-Pandemie Mangelware sind, etwa Ansteuerungselektronik für Displays und allerlei (Mikro-)Controller.

(mma)