Realität und Wahrnehmung: Die Bilder der Woche (KW 32)

Jeder Mensch hat eine andere Wahrnehmung der Realität. Unsere Bilder der Woche zeigen diese auf unterschiedlichen Ebenen, bei Fotografen und Betrachtern.

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(Bild: AnnaKa)

Von
  • Thomas Hoffmann

Timing, Kreativität, Technik: Es gibt etliche Einflüsse auf die Entstehung eines Fotos. Der Fotograf hat vielleicht ein Bild vor Augen, eine Geschichte, die er erzählen will, oder auch nur einen Moment, der festgehalten werden soll. Was er damit beim Betrachter auslöst, hängt wieder von zahlreichen Umständen ab. Fotografie ist damit auch ein Spiel aus Realität und Wahrnehmung.

Unsere Bilder des Tages der vergangenen Woche bieten hierfür gelungene Beispiele. Seien es die Röntgenaufnahme von Christian Stüben, die durch die verwendete Technik mit unseren Sehgewohnheiten bricht, das Composing von Thomas Reinhard, das mit dem Zufall und einer unrealistischen Szene spielt oder die Beiträge von Karl-Heinz Morell und "feddy", die sich mit der Lebenswirklichkeit in der Pandemie auseinander setzen.

Alle Bilder der Woche finden Sie in der folgenden Bilderstrecke.

Bilder der Woche (KW 32) (7 Bilder)

Samstag: grünzeuX

Als Christian Stüben die Röntgenbilder seiner Koffer auf dem Flughafen sah, kam ihm die Idee, eigene Aufnahmen mit einem Röntgengerät zu erstellen. Doch ein entsprechendes Röntgengerät zu organisieren, ist nicht leicht. Nach mehreren Versuchen mit unterschiedlichen Geräten und vielen Telefonaten machte er sieben Jahre später Testaufnahmen in einer Radiologischen Praxis. Mit den Ergebnissen war er allerdings immer noch nicht zufrieden. "Eine der anwesenden Damen kam dann auf die Idee, es doch mal auf einem der Mammografiegeräte zu versuchen, die würden mit sehr viel weicherer Strahlung arbeiten. Und Bingo, die dort aufgenommenen Röntgenbilder waren richtig gut gelungen, und reichten sogar zu einem BDT. Das "original Negativ" der Aufnahmen ist mit hellem Objekt auf schwarzem Grund, wie man es auch noch von den alten Röntgenfilmen gewohnt ist. Und es enthält noch einbelichtete Patientendaten und Bildinformationen. Diese sind mit Lightroom und Photoshop (oder jeder anderen Bildverarbeitung) schnell weggestempelt, sowie vom Negativ zum Positiv gewandelt. Ebenfalls die noch in Arbeit befindlichen nachkolorierten Versionen sind mit Bildmaskierungen zwar arbeitsaufwendig, aber einfach zu bewerkstelligen."

Weitere Beispiele sehen Sie auf seiner Webseite.
(Bild: Christian Stüben alias kapitaen )

(tho)