Red-Hat-Studie: Digitale Transformation und Security haben Priorität

Die Red-Hat-Umfrage "2022 Global Tech Outlook" unter IT-Führungskräften hat Zukunftspläne und Hürden auf dem Weg zur digitalen Transformation erhoben.

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(Bild: alphaspirit/Shutterstock.com)

Von
  • Maika Möbus

Der Softwareanbieter Red Hat hat zum achten Mal die jährliche Umfrage "Global Tech Outlook" durchgeführt. In diesem Jahr befragte Red Hat über 1.000 IT-Führungskräfte, die hauptsächlich in Unternehmen mit Einnahmen über 100 Millionen US-Dollar tätig sind. Gefragt wurde nach ihren Plänen für das Jahr 2022 – rund um die Themen digitale Transformation, Cloud-Nutzung und geplante Investitionen im und außerhalb des IT-Bereichs. Als größten ausbremsenden Faktor auf dem Weg zur digitalen Transformation identifizierten die Befragten einen Mangel an Fachkenntnissen.

Der aktuelle Stand der digitalen Transformation hat sich im Vergleich zum letztjährigen Report kaum weiterentwickelt: Als "führend" (leading) sehen sich 14 Prozent der Unternehmen, als "an Fahrt aufnehmend" (accelerating) 22 Prozent – im Vorjahr lagen die entsprechenden Werte bei 15 und 21 Prozent. Allerdings gaben in diesem Jahr mit drei Prozent (im Vorjahr: 6 Prozent) weniger Befragte an, dass ihre Unternehmen Pläne zur digitalen Transformation verzögert haben, und der Anteil derer ohne Absicht zur digitalen Transformation ist von vier auf zwei Prozent gesunken.

Die ausbremsenden Faktoren der digitalen Transformation ähneln denen des Vorjahresberichts. An der Spitze hat jedoch der Mangel an Fachkenntnissen (26 Prozent) die Integrationsschwierigkeiten mit Daten/Anwendungen/APIs (23 Prozent) überholt. Die Vorjahreswerte lagen bei 25 beziehungsweise 27 Prozent.

Dementsprechend planen Unternehmen innerhalb der nächsten zwölf Monate vorrangig in die technische/technologische Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren (37 Prozent). Dabei durften die Befragten jeweils aus vorgegebenen Antworten zu Investitionen außerhalb von IT-Produkten bis zu drei auswählen.

Finanzierungsprioritäten außerhalb von IT-Produkten in den nächsten 12 Monaten; Auswahl von bis zu drei Antworten möglich

(Bild: Red Hat)

Bei der Frage nach Finanzierungsprioritäten im IT-Bereich steht erneut die IT-Sicherheit an der Spitze. Fast die Hälfte (46 Prozent) der befragten Unternehmen plant demnach, innerhalb der nächsten zwölf Monate priorisiert in Security zu investieren. Investitionen in IT-/Cloud-Management (38 Prozent) und Cloud-Infrastruktur (35 Prozent) belegen den zweiten und dritten Platz. Genauer aufgeschlüsselt, planen die Unternehmen insbesondere in Netzwerksicherheit, Cloudsicherheit, Datenschutz und Schwachstellenmanagement zu investieren. Auch hier standen den Befragten jeweils vorgegebene Antworten zur Auswahl.

Red Hat zufolge zeigen die Ergebnisse der Umfrage, dass Unternehmen die richtigen Schritte einleiten, um die digitale Transformation zu erreichen – indem sie auf Weiterbildung, IT-Sicherheit und vermehrt auf die hybride Cloud setzen, die nach einem Anstieg um drei Prozent in diesem Jahr bei 30 Prozent der Unternehmen im Einsatz ist.

Der Open-Source-Softwareanbieter Red Hat führt jährlich die Umfrage "Global Tech Outlook" durch. Sie soll jeweils einen Ausblick auf Unternehmenspläne im kommenden Jahr bieten. Die diesjährige achte Ausgabe ist demnach mit "2022" betitelt und basiert auf den zwischen Juni und August 2021 gegebenen Antworten von 1.341 IT-Führungskräften und -Entscheidungsträgern, die sich aus Red-Hat-Kunden sowie weiteren Unternehmen zusammensetzen.

Gegen eine Abgabe von Kontaktdaten steht der 20-seitige Report "2022 Global Tech Outlook" zum Download zur Verfügung.

(mai)