Red Hat erweitert OpenShift mit neuen Funktionen für Edge Computing

Die Kubernetes-Distribution bietet eine neue Single-Node-Version und integriert sich enger in die ebenfalls neue Red Hat OpenStack Platform 16.2.

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(Bild: Michael Vi/Shutterstock.com)

Von
  • Matthias Parbel

Im Rahmen der Kubecon-Konferenz kündigt Red Hat neue Versionen seiner OpenStack Platform, der OpenShift-Distribution sowie des Advanced Cluster Management for Kubernetes an. Während Red Hat OpenStack Platform 16.2 ab sofort generell verfügbar ist, sollen OpenShift 4.9 und Advanced Cluster Management for Kubernetes 2.4 bis zum Monatsende beziehungsweise im November folgen.

Eine engere Integration von OpenStack und OpenShift soll den Parallelbetrieb und das Verwalten von virtuellen Maschinen (VMs) und containerisierten Cloud-nativen Anwendungen flexibler und einfacher machen. Vor allem Anwenderinnen und Anwender, die Virtualized Network Functions (VNFs) und Cloud-native Network Functions (CNFs) nebeneinander nutzen, sollen darüber hinaus von höherer Leistung profitieren. Red Hat spricht dabei von einem Performanceniveau, das fast an Bare-Metal-Umgebungen heranreichen soll. Für die neue Version seiner OpenStack Platform verspricht der Anbieter zudem einen verlängerten Lebenszyklus mit kontinuierlichen Feature-Updates ohne Ausfallzeiten.

Nachdem das Unternehmen im Sommer auf dem Red Hat Summit bereits mehr Fokus auf die Edge angekündigt hatte, zielen die Neuerungen in den drei Produkt-Updates primär auf Verbesserungen für den Einsatz im Edge Computing. Die Kubernetes-Distribution Red Hat OpenShift 4.9 bietet dazu beispielsweise eine neue, dritte Topologieoption für Edge-Umgebungen. Single Node OpenShift ist wie schon die Versionen 3-Node Clusters und Remote Worker Nodes auf den Edge-Einsatz zugeschnitten, aber gezielt auf die Installation auf einem einzigen Server ausgelegt. Dadurch soll sich OpenShift auch an Orten mit begrenztem Platzangebot nutzen lassen. Single Node OpenShift arbeitet darüber hinaus auch unabhängig von der zentralen Kubernetes-Kontrollebene, sodass ein Betrieb an abgelegenen Standorten und mit unzuverlässiger Netzanbindung möglich wird.

Ergänzend dazu bietet Red Hat Advanced Cluster Management for Kubernetes 2.4 die notwendigen Funktionen, um OpenShift auf sämtlichen Plattformen – von Bare-Metal-Umgebungen bis zu Edge-Szenarien – umfassend zu verwalten. In der neuen Version soll sich ein Hub für das Management von bis zu 2000 Single-Node-OpenShift-Instanzen skalieren lassen. Dank Hub-seitiger Richtlinienvorlagen lässt sich dabei eine einzige Policy auch auf verschiedene Clusterszenarien anwenden. Um beim initialen Aufbau komplexer Cluster-Deployments einen reibungslosen Start zu garantieren, greift eine neue Zero-Touch-Provisioning-Funktion Anwenderinnen und Anwendern beim Installieren des Advanced Cluster Management unter die Arme.

Weitergehende Informationen zu den Updates finden sich in den jeweiligen Ankündigungen zu Red Hat OpenStack Platform 16.2 sowie OpenShift 4.9 und Advanced Cluster Management for Kubernetes 2.4.

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