Registrierungspflicht in Gastronomie & Co: App gegen Papierliste

Eine neue App legt Kontaktdaten als QR-Code ab, der sich am Eingang scannen lässt. Das soll auch mehr Datenschutz bieten als derzeit gängige Papierformulare.

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Gäste können ihre Kontaktdaten als QR-Code speichern, um sie von Gastronomen scannen zu lassen.

(Bild: ProjectWizards)

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Seit der Wiedereröffnung der Gastronomie müssen Restaurants und andere Betriebe mit Publikumsverkehr in fast allen Bundesländern zur Erfüllung von Corona-Auflagen die Kontaktdaten ihrer Gäste erfassen. Eine neue App soll die gewöhnlich auf Stift und Papier basierende Prozedur vereinfachen und zugleich verhindern, dass Neuankömmlinge die Daten anderer Gäste auf einem Formular einsehen können.

Der Nutzer kann mit der "Herein!" genannten App seine Kontaktdaten in Form von Namen, Anschrift und Telefonnummer als QR-Code speichern. Auf iPhones lässt sich der Code anschließend auch zentral in der Wallet-App hinterlegen. Inhaber von Restaurants oder anderen Betrieben mit entsprechenden Auflagen können die QR-Codes der Kunden dann mit der App einscannen. Die Daten werden dabei ausschließlich auf dem als Scanner verwendeten Gerät lokal gespeichert, betont der Anbieter ProjectWizards – die App sei damit konform zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Die Daten lassen sich als Excel-Datei exportieren, sodass der Inhaber eines Restaurants die von unterschiedlichen Kellnern mit jeweils eigenem Gerät gescannten Kontaktdaten zusammenführen kann, erklärte das Entwicklerstudio auf Nachfrage von Mac & i. Neben den vom Gast angegebenen Daten zu Name, Straße, Stadt und Telefonnummer werde auch der Zeitpunkt des Eintreffens und Verlassens der Lokalität gespeichert sowie eine Tischnummer. Nach einer vorgegebenen Zeitspanne könne die App die gespeicherten Daten automatisch löschen.

Die App gibt es sowohl für iPhones als auch Android-Smartphones, der Download ist kostenlos. Um die QR-Codes von Gästen einscannen zu können, müssen Gastronomen oder Ladeninhaber den sogenannten Geschäftsinhaber-Modus freischalten, dieser kostet 25 Euro als einmaliger In-App-Kauf. Die Freischaltung gilt jeweils nur für ein Gerät.

(lbe)