Rekord beim Ökostrom: 126 Milliarden Kilowattstunden zur Jahreshälfte

Die Rekordmenge an Ökostrom aus dem ersten Halbjahr reiche laut Eon rechnerisch für den Strombedarf sämtlicher Haushalte in Deutschland und den Niederlanden.

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(Bild: TebNad/Shutterstock.com)

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Wind und Sonne haben die Erzeugung von Ökostrom in Deutschland auf einen Halbjahresrekord getrieben. Von Januar bis Juni wurden nach Berechnungen des Energiekonzerns Eon rund 126 Milliarden Kilowattstunden "grüner" Strom ins Netz eingespeist. Das sind 7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Diese Menge an Ökostrom reiche rechnerisch aus, um den Strombedarf sämtlicher Haushalte in Deutschland und den Niederlanden zusammen für das ganze Jahr zu decken.

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Mit rund 73 Milliarden Kilowattstunden erzeugten Windkraftanlagen an Land und auf See die mit Abstand größte Menge an Ökostrom. Aus Solaranlagen stammten rund 25 Milliarden Kilowattstunden. Der Rest entfiel auf Biomasseanlagen (rund 20 Milliarden Kilowattstunden) und Wasserkraft (7 Milliarden Kilowattstunden).

Der Februar war mit 26,7 Milliarden Kilowattstunden der insgesamt ertragreichste Ökostrom-Monat im ersten Halbjahr. Damals fegten zahlreiche Stürme und des Orkantief Sabine über das Land. Insgesamt steuerten die Erneuerbaren Energien Eon zufolge im Februar erstmals mehr als 60 Prozent zur gesamten Strommenge bei. Neue Solarstrom-Rekorde gab es im April und Mai mit jeweils mehr als sechs Milliarden Kilowattstunden Strom.

Im ersten Quartal 2020 stieg der Ökostromanteil bereits auf 51,2 Prozent, im Vergleich zu konventionellen Energieträgern. Dabei wurden in Deutschland rund 72,3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Im vergangenen Jahr waren nach Angaben der Windkraft-Branche so wenige Windkraftanlagen an Land hinzugekommen wie noch nie, seit die Energiewende mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz im Jahr 2000 auf den Weg gebracht wurde. Seit Jahresbeginn geht der Zubau neuer Windräder wieder leicht bergauf.

(bme)