Rekordquartal: AMD kratzt mit Ryzen, Epyc und Konsolen an der 3-Milliarden-Marke

Den Gewinn hat AMD innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht. Bis zum Jahresende sollen die Ryzen-5000-Prozessoren Geld in die Kasse spülen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 122 Beiträge

(Bild: Mark Mantel / heise online)

Von
  • Mark Mantel

AMD hat die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2020 bekannt gegeben. Mit einem Umsatz von 2,8 Milliarden US-Dollar (2,4 Milliarden Euro) und einem Nettogewinn von 390 Millionen US-Dollar (330 Millionen Euro) erzielte AMD Rekordergebnisse. Vor einem Jahr lagen Umsatz und Gewinn bei 1,8 Milliarden beziehungsweise 120 Millionen US-Dollar – das entspricht Steigerungen von 56 und 225 Prozent innerhalb eines Jahres.

Das Geschäftsfeld Computing and Graphics rund um Ryzen-Prozessoren und Radeon-Grafikkarten hat im dritten Quartal 2020 etwa 1,67 Milliarden eingenommen, gut 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. AMD spricht in der Mitteilung von "signifikant höheren" Ryzen-Verkäufen und einem leicht gesunkenen GPU-Absatz.

Die Sparte Enterprise, Embedded und Semi-Custom, darunter Epyc-CPUs und Chips für Spielekonsolen, hat ihren Umsatz mit 1,13 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt: AMD hat mehr Epyc-Prozessoren verkauft, zudem nahm das Semi-Custom-Geschäft durch Microsofts Xbox Series X und Sonys Playstation 5 ordentlich an Fahrt auf. Die Kombiprozessoren beider Konsolen stammen von AMD.

AMDs Umsatzentwicklung seit 2018 – im dritten Quartal 2020 schossen die Einnahmen in die Höhe.

(Bild: AMD)

AMDs Ausgaben für Entwicklung und Forschung steigen weiter kontinuierlich an: 508 Millionen US-Dollar entsprechen einer Erhöhung von 25 Prozent verglichen mit Q3/2019 beziehungsweise 10 Prozent verglichen mit Q2/2020. Die Bruttomarge stagniert derzeit bei 44 Prozent.

Lesen Sie auch

Im jetzt laufenden vierten Quartal 2020 erwartet AMD ein weiteres Rekordquartal – womöglich erstmals mit mehr als 3 Milliarden US-Dollar Umsatz. Ryzen-5000- und neue Epyc-Prozessoren sowie Konsolenchips für die Xbox Series X und PS5 sollen die Einnahmen erhöhen. Die Spielergrafikkarten Radeon RX 6000 alias "Big Navi" spricht AMD nicht an. Die Börse nahm die Bekanntgabe von AMDs Quartalszahlen und die angekündigte Xilinx-Übernahme mit einem leichten Minus auf.

(mma)