Renault fühlt sich von solarbetriebenem Haus auf Rädern inspiriert

Niederländische Studierende haben ein E-Gefährt mit Solarpanelen entwickelt, das in der Ausstattung einem kompakten Wohnwagen ähnelt.

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Der oder die oder das Stella Vita ist absichtlich windschlüpfrig geformt.

(Bild: TU Eindhoven)

Von
  • Andreas Wilkens

Studierende der TU Eindhoven haben mit "Stella Vita" ein Elektro-Gefährt entwickelt, das Solarpaneele auf dem Dach trägt. Sie nennen es "Haus auf Rädern", Renault wurde darauf aufmerksam, speziell für seine neue Sparte Mobilize, die sich seit Anfang dieses Jahres um "innovative Mobilität" kümmert.

Der Prototyp soll die Zukunft der nachhaltigen Fortbewegung verkörpern – ein mobiles Zuhause, in dem die Nutzer leben und arbeiten können, während sie unterwegs sind, angetrieben von der Energie der Sonne. Dieses Jahr war das Haus auf Rädern bereits unterwegs und fuhr von Eindhoven bis Tarifa am Südende Spaniens, das sind 3000 km.

Die Studierenden, die Stella Vita entwickelten, trafen sich nun mit Renault-Vertreter, stellten ihr Konzept vor und bekamen geschildert, wie aus einem Konzeptfahrzeug ein Serienmodell entsteht. Ein Tipp von Renault: Unterschiede zwischen Konzept und realem Fahrzeug so gering wie möglich halten.

Die Solarpaneele von Stella Vita umfassen bei ausgebreiteten Flügeln bis zu 17,5 m2. Während der Fahrt werden sie zusammengeklappt. Stella Vita wiegt 1700 kg und soll bis zu 120 km/h fahren können.

Rollendes Haus Stella Vita (12 Bilder)

Stella Vita vor einem Himmel …
(Bild: Renault)

Bei voller Ladung des Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von 60 kWh beträgt die Reichweite des Fahrzeugs rund 600 Kilometer, wenn die Sonne scheint sollen 130 km mehr möglich sein. Die Batterien im Stillstand über die Solarzellen zu laden dauert zwei bis drei Tage. Daher ist das Fahrzeug auch mit Anschlüssen für schnelleres Laden an üblichen Stromladestationen ausgestattet.

Um mehr Platz im Inneren zu schaffen, lässt sich das mobile Dach hochfahren. An den Seiten fahren dann Flügel aus, dadurch verdoppelt sich die Fläche der Solarzellen. Der Innenraum ähnelt dem eines kompakten Wohnmobils mit Küche, Bett, Sofa, Dusche und Toilette. Über das Infotainmentsystem sollen Nutzer den Energieverbrauch stets im Blick behalten können.

Kein Konzept mehr, sondern voraussichtlich 2023 in Serie gehen soll der Sion mit Solarzellen des Herstellers Sono Motors. Die Solarpaneele auf der Karosserie sollen die Reichweite um 112 km verlängern können.

(anw)