Renesas nutzt auch RISC-V-Technik

Der japanische Chiphersteller Renesas will ab 2021 RISC-V-Kerne in bestimmte Controller-ICs einbauen.

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(Bild: Renesas)

Von
  • Christof Windeck

Der japanische Chiphersteller Renesas will ab der zweiten Hälfte des kommenden Jahres 2021 erste ICs ausliefern, in denen 32-Bit-Kerne mit der offengelegten Befehlssatzarchitektur RISC-V stecken. Renesas setzt dabei auf AndesCore-Rechenkerne der taiwanischen Firma Andes Technology.

Renesas will RISC-V vor allem in sogenannten Application-Specific Standard Products (ASSP) nutzen. Dazu zählen Bauelemente wie etwa Controller-ICs für USB-Hubs oder Spannungswandler.

Renesas hat bei (Automotive-)Halbleitern für Fahrzeuge einen hohen Marktanteil. Dort konkurriert man unter anderem mit der Firma NXP, die ebenfalls RISC-V-Chips entwickelt. Infineon und Bosch wiederum sind unter anderem mit der Uni Paderborn am Projekt SAFE4I beteiligt. Bei diesem "Sicheren automatischen Software-Entwurf für Industrieanlagen" spielt RISC-V ebenfalls eine Rolle.

RISC-V-Kerne stecken bereits etwa in Controller-Chips für USB-C-Netzteile von UWE (UPD350) und JSilicon (JS508), im WLAN-Mikrocontroller Espressif ESP32-S2 und im Gigadevice GD32VF103. Letzteren will Pine64 im programmierbaren Lötkolben Pinecil mit offener Firmware einsetzen. Er soll mit Lötspitzen für den Miniware TS100 kompatibel sein.

Samsung plant den RISC-V-Einsatz in kommenden 5G-Modems, Nvidia will damit den GPU-Steuercontroller FaLCon ersetzen, Western Digital entwickelt unter anderem SSD-Controller mit RISC-V-Technik und Google hat das Projekt Open Titan angeschoben.

(ciw)