Online-Spiel: "Rocket League" setzt auch auf Steam einen Epic-Account voraus

Das Online-Spiel "Rocket League" wird auf ein Free2Play-Modell umgestellt und wechselt zum Epic Games Store. Auch Steam-Nutzer brauchen nun ein Epic-Konto.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 74 Beiträge

(Bild: Psyonix)

Update Stand:
Von
  • Daniel Herbig

Im Vorfeld der geplanten Free2Play-Umstellung kann "Rocket League" nur noch mit Epic-Games-Account gespielt werden. Auch langjährige Steam-Nutzer brauchen damit ein Konto bei Epic Games, wenn sie das Auto-Fußballspiel weiterhin spielen möchten. Sie können das Spiel zwar weiterhin auf Steam starten, kommen aber nur nach Eingabe eines Epic-Accounts zum Hauptmenü. Auf Steam quittieren viele Nutzer den Schritt mit Negativ-Reviews.

"Rocket League" wird am 23. September ein Free2Play-Spiel. Das beliebte Online-Spiel wird sich künftig über optionale Zusatzinhalte finanzieren. Aktuell kostet es noch 20 Euro. Den Plan, "Rocket League" auf ein Gratis-Modell umzustellen, hat Entwickler Psyonix bereits im Juli angekündigt. Das beliebte Online-Spiel kam 2015 auf den Markt und wird heute noch aktiv gespielt – unter anderem auch als E-Sport. Von der Free2Play-Umstellung erhofft sich Psyonix einen erneuten Nutzer-Zuwachs.

Mit der Free2Play-Umstellung wandert "Rocket League" zum Epic Games Store: Das Unternehmen hinter dem Steam-Konkurrenten hat Entwickler Psyonix 2019 aufgekauft. Wer "Rocket League" bereits auf Steam besitzt, kann es nach dem Stichtag weiterspielen und bekommt weiterhin Updates.

Trailer zu "Rocket League"
(Quelle: Rocket League)

Neue PC-Spieler werden "Rocket League" aber nicht mehr auf Steam herunterladen können – ihnen bleibt dann nur noch der Epic Games Store. "Rocket League" ist außerdem für Playstation 4, Xbox One und Nintendo Switch verfügbar.

Schon mehrere Tage vor dem Umzug zum Epic Games Store haben die Entwickler nun das Epic-Konto verpflichtend eingeführt. Wer sich nach dem Spielstart nicht mit Epic-Account anmeldet, bekommt das Hauptmenü nicht zu sehen.

Der Umstieg auf ein Free2Play-Modell ist für Anbieter von Online-Titeln eine Option, um die Server mit frischen Spielern zu füllen und über Mikrotransaktionen zusätzliche Einkünfte zu generieren, wenn die Verkaufszahlen schrumpfen. Zu den bekannten Titeln, die nachträglich zum Free2Pay-System gewechselt sind, gehören Bungies "Destiny 2" und Ubisofts "For Honor".

Auch Valves außergewöhnlich erfolgreicher Shooter "Team Fortress 2" wurde ursprünglich kostenpflichtig angeboten und erst 2011 auf ein Free2Play-Modell umgestellt – dieses Beispiel zeigt, dass die Free2Play-Umstellung nicht zwangsläufig als letztes Röcheln eines sterbenden Spiels interpretiert werden muss.

"Rocket League" ist ebenfalls noch erfolgreich: Bei Steam gehört das Auto-Fußballspiel zu den Top 20 der meistgespielten Titel. Bei "Rocket League" steuern Spieler ein Auto durch eine Arena im Versuch, einen Ball mit ihrem Vehikel ins gegnerische Tor zu befördern.

(dahe)