Russische Sanktionsliste: Einreiseverbot für Mark Zuckerberg und LinkedIn-Chef

Seit Wochen reagiert Russland mit Einreiseverboten auf Sanktionen, die wegen des Ukraine-Kriegs verhängt wurden. Nun trifft das auch die Chefs von IT-Konzernen.

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(Bild: Novikov Aleksey/Shutterstock.com)

Das russische Außenministerium hat als Reaktion auf US-Sanktionen unter anderem Meta-Chef Mark Zuckerberg und dem CEO von LinkedIn, Ryan Roslansky, die Einreise in die Russische Föderation auf unbestimmte Zeit untersagt. Ihre Namen finden sich auf einer Liste mit 27 weiteren Personen aus den Vereinigten Staaten, darunter vor allem Politiker, Vertreter der Rüstungsindustrie und der Presse. Weitere Personen sollen folgen, teilte das Ministerium noch mit.

Mit den Einreiseverboten für Dutzende US-Bürger und -Bürgerinnen – darunter auch Vizepräsidentin Kamala Harris und deren Ehemann – reagiert Moskau erneut auf Sanktionen gegen Russen und Russinnen. Das zu Meta gehörende Facebook ist dem Land seit einer Weile ein Dorn im Auge, das soziale Netzwerk wurde dort zur "extremistischen Organisation" erklärt. Ob Zuckerbergs Aufnahme auf die Sanktionsliste damit in Zusammenhang steht, ist unklar. Vom Außenministerium in Moskau heißt es lediglich, dass die Betroffenen "die russophobe Agenda prägen". LinkedIn ist in dem Land seit 2016 komplett gesperrt, das Karriere-Netzwerk gehört zu Microsoft.

Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben vor allem die USA und europäische Staaten weitreichende Sanktionen gegen Russland, russische Konzerne und auch Politiker sowie Politikerinnen verhängt. Russland hat darauf unter anderem mit eigenen Einreiseverboten reagiert, unter anderem gegen fast 400 Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses. Warum Dutzende nicht auf der Liste gelandet sind, ist unklar. Auch der britische Premier Boris Johnson und mehrere Personen aus seinem Kabinett dürfen seit Mitte April nicht mehr nach Russland. Gleiches gilt für die kanadische Regierung unter Justin Trudeau, der ebenfalls aktuell nicht nach Russland darf. Eine Liste von betroffenen Vertretern und Vertreterinnen der EU wurde nicht veröffentlicht.

(mho)