Rust: Moderatoren der Programmiersprache treten zurück

Die drei Rust-Moderatoren haben geschlossen ihren Rückzug verkündet – offenbar aufgrund interner Differenzen mit der Organisation des Projekts.

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(Bild: Callum Bainbridge / Shutterstock.com)

Von
  • Jonas Volkert

Das dreiköpfige Moderationsteam der Programmiersprache Rust ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Das erklärte Andrew Gallant, einer der nun ehemaligen Moderatoren, auf der Github-Seite von Rust. Offenbar gibt es grundlegende interne Meinungsverschiedenheiten über die Zusammenarbeit mit dem Core-Team des Projekts, das für die generelle Ausrichtung des Projekts zuständig ist.

Hauptaufgabe des Moderationsteams sei es, den Verhaltenskodex – den Code of Conduct – und die Community-Regeln durchzusetzen, heißt es auf der Website. Genau das sei aber nicht mehr möglich, wie Ex-Moderator Gallant unter seinem Pseudonym BurntSushi in einem Pull-Request des Projekts auf Github nun schreibt.

Die Moderatoren träten zurück, weil "sich das Core-Team nur noch sich selbst gegenüber rechenschaftspflichtig fühlt", schreibt Gallant und die kritisiert dessen "strukturelle Verantwortungslosigkeit". Sie regen an, eine Aufsichtsfunktion für die Arbeit des Core Teams zu schaffen.

Über weitere Details schweigen er und seine ehemaligen Moderatoren-Kollegen jedoch. Mitgliedern der Rust-Community empfehlen sie aber, möglichen Erklärungen des Kernteams nicht zu vertrauen und diesen stattdessen mit "extremer Skepsis" zu begegnen.

Wie auf der Webseite von Rust einsehbar ist, wurden mit Khionu Sybiern und Joshua Gold bereits zwei zumindest kommissarische neue Moderatoren gefunden. Sybiern war es auch, die die Kommentarsektion unter dem Github-Post schloss, weil die Diskussion "zu hitzig" geführt worden sei. Stattdessen verwies sie auf den gleichzeitig veröffentlichten Reddit-Post der ehemaligen Moderatoren, in dem diese in den weiteren Austausch mit der Rust-Community traten, sich über die genauen Hintergründe aber weiterhin bedeckt hielten.

Erst im Februar 2021 hatte sich die Rust Foundation gegründet, die dem Projekt das Verwalten der eigenen Ressourcen vereinfachen sollte. Vergangene Woche war Rebecca Rumbul zur neuen Geschäftsführerin der gemeinnützigen Organisation ernannt worden.

Siehe auch:

  • Rust: Download schnell und sicher von heise.de
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(jvo)