SAP will das weltweit größte Geschäftsnetzwerk für Firmen aufbauen

Der Auftakt der Sapphire Now stand vor allem im Zeichen von SAPs Geschäftsnetzwerk für Firmen. Doch viele der gezeigten Innovationen sind bereits bekannt.

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Christian Klein beim SAP Virtual Annual General Meeting of Shareholders

(Bild: SAP)

Von
  • Achim Born

Zum Auftakt seiner Sapphire Now stellte SAP Pläne zum Aufbau eines umfassenden Geschäftsnetzwerks vor. Es soll Unternehmen helfen, ihre Logistik- und Lieferströme schneller auf wirtschaftliche und geopolitische Veränderungen einzustellen. Außerdem konkretisiert der Walldorfer Softwarekonzern die erwartbaren Fortschritte in der Produktentwicklung, die wie gewohnt im hauseigenen Duktus als Innovationen verkauft werden.

Offiziell beginnt die Sapphire Now in Europa und den USA erst kommende Woche. Erwartungsgemäß finden die Hausmessen der SAP angesichts der Pandemie auch dieses Jahr rein virtuell statt. Ein wenig ungewöhnlich ist indes, dass der Auftakt – oder genauer die Auftaktrede – von SAP-CEO Christian Klein bereits einige Tage zuvor am gestrigen Mittwochabend stattfand. Seine Präsentation, die er mit Unterstützung der von Microsoft kommenden neuen Marketing-Verantwortlichen Julia White hielt, bot jedoch weithin Erwartbares: Die als „Innovationen“ verkauften Neuerungen waren in der einen oder anderen Form schon auf früheren Veranstaltungen zu vernehmen, wenn vielleicht auch eher als Idee und weniger als Produkt.

Der Konzern feilt weiterhin an den diversen Stellschrauben, um zum einen die Idee eines „intelligenten“ Unternehmens umzusetzen und zum anderen ihre Kunden in die Cloud zu locken. Dazu zählen beispielsweise die Anstrengungen, das weltweit größte Geschäftsnetzwerk für Firmen aufzubauen. Auf dem Weg dahin bündelt SAP nun erst einmal die Beschaffungsplattform Ariba, Logistikmanagement SAP Logistics Business und Anlagenmanagement SAP Asset Intelligence Network unter einem Dach, genannt Portal.

Als erstes verfügbar ist ein einheitliches Handelspartnerportal, das diverse Kooperationsszenarien einschließlich intelligenten Partneraufnahme und Betriebsmittelfinanzierung unterstützt. Die zum Jahresauftakt groß angekündigte Initiative namens RISE with SAP wurde gleichfalls verfeinert. Das Angebot soll Anwender dazu animieren, ihre geschäftskritischen Systeme endlich in die Cloud zu verlagern. Mit fünf industriespezifischen Transformationspakete (RISE with SAP transformation packages for specific industries) hofft der Anbieter nun, zusätzliche Überzeugungskraft zu entwickeln.

Mit SAP Process Insights bietet SAP zudem erstmals ein Tool an, das auf Entwicklungen des Anfang des Jahres übernommenen Prozessmanagementspezialisten Signavio fußt. Unternehmen sollen mit dem Tool Einblicke in ihre realen Geschäftsprozesse und gleichzeitig Hinweise auf Optimierungsoptionen Verbesserungspotenziale erhalten.

Bei vielen Neuigkeiten, die kommende Woche ausführlicher vorgestellt werden, handelt es sich um Verbesserungen im Kleinen. Zum Reisekosten-Abrechnungsservice Concur gehört beispielsweise künftig das Verify-Feature, mit dessen Hilfe sich ML-gestützt potenzielle Probleme und Unstimmigkeiten in Spesenberichten aufspüren lassen. Weitere Informationen zu Neuigkeiten rund um das Produktportfolio hat SAP in einem Messe-Guide zusammengestellt.

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(fo)