SAP will Qualtrics an die Börse bringen

Erst 2019 hat SAP den Salesforce-Konkurrenten Qualtrics übernommen. Jetzt will SAP die Tochterfirma über die Börse versilbern.

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Das Logo des Softwarekonzerns SAP in Walldorf.

(Bild: dpa, Uwe Anspach)

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SAP möchte seine US-Tochter Qualtrics in dem Land an die Börse bringen, aber eine Aktienmehrheit behalten. Das hat SAP am Sonntag bekanntgegeben. Qualtrics sammelt Daten zu Kunden, Mitarbeitern, Produkten und Marken. Unter anderem sollen Webseitenbesucher anhand dieser Daten schneller wiedererkannt werden, um ihnen gezielt Produkte anbieten zu können.

Ursprünglich wollte Qualtrics 2018 selbst an die Börse gehen. Doch nur vier Tage vor dem Börsengang schlug SAP zu und kaufte das Unternehmen für acht Milliarden US-Dollar. Mit der teuersten Übernahme der Konzerngeschichte wollte sich SAP für den Kampf mit Salesforce rüsten. Das Closing erfolgte Anfang 2019.

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Doch wurde Qualtrics nie komplett in SAP integriert, sondern selbständiger weiterbetrieben als andere Tochterfirmen. Qualtrics-Gründer Ryan Smith blieb als CEO erhalten. Im Zuge des Börsengangs möchte er größter Privataktionär seiner Firma werden. SAP betont, auch in Zukunft Mehrheitsaktionär bleiben zu wollen. Daher wird die Tochterfirma weiterhin voll in der SAP-Bilanz konsolidiert werden.

Mit dem Börsengang soll Qualtrics darin gestärkt werden, "sein Potenzial im Markt für Experience Management voll auszuschöpfen", wie SAP in seiner Mitteilung ausführt. Und: "Eine endgültige Entscheidung über den Börsengang sowie seine Bedingungen und den Zeitplan steht noch aus und ist abhängig vom Marktumfeld." Experience Management ist eine Softwarekategorie, die von Qualtrics selbst erfunden wurde, und in der sich das Unternehmen als Marktführer sieht.

(ds)