SSD-Preise fallen: 1 TByte für weniger als 50 Euro

Viele SSDs sind zuletzt deutlich im Preis gefallen. NVMe-Kärtchen mit 1 TByte gibt es inzwischen für weniger als 50 Euro; 2 TByte kosten nur noch 100 Euro.

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(Bild: c't)

Die Überproduktion von NAND-Flash-Speicherbausteinen macht sich im deutschen Handel bemerkbar. Insbesondere Mittelklassemodelle sind Anfang 2023 noch einmal spürbar günstiger geworden. Kingstons NV2 mit 1 TByte Kapazität etwa gibt es derzeit (ab 45,90 €), die Adata Legend 800 mit 2 TByte kostet rund doppelt so viel (ab 116,90 €).

Bei diesen SSDs legen sich die Hersteller auf keine bestimmten Komponenten fest, sondern verbauen das, was gerade gut verfügbar ist. Vor allem Kingston geht damit offen um und gibt daher wenige Details im Datenblatt an. Die Quintessenz: Man kann allerlei Komponenten bekommen, garantiert wird nur eine Mindestgeschwindigkeit. Das hat den charmanten Vorteil, dass günstige Einkaufspreise auch am Markt ankommen.

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Im Falle der Kingston NV2 1 TByte sind 3,5 GByte/s lesend und 2,1 GByte/s schreibend garantiert. Der Schreibwert gilt nur, solange der SLC-Cache nicht vollläuft. Da auch QLC-Speicherchips auf der SSD sitzen können, die vier Bit pro Zelle speichern (Quadruple Level Cells), fällt die Schreibleistung bei großen Dateien potenziell stark ab. Den meisten dürfte das im Alltag allerdings kaum auffallen.

Einen DRAM-Cache sparen die Hersteller bei den günstigen SSDs ein, was heutzutage aber kein Problem mehr darstellt. Mit der NVMe-Funktion Host Memory Buffer können moderne SSD-Controller auf den Arbeitsspeicher als Puffer zurückgreifen.

Formell handelt es sich bei den oben genannten Modellen um SSDs mit PCI-Express-4.0-x4-Anbindung. Mit Übertragungsgeschwindigkeiten von maximal 3,5 GByte/s reicht aber auch ein M.2-Steckplatz mit PCIe-3.0-x4-Anbindung aus, um diese Geschwindigkeiten zu erreichen. Passende Steckplätze hat heutzutage praktisch jedes Mainboard.

Wer etwas mehr Geld ausgibt, bekommt bei den verbauten Komponenten mehr Sicherheit. Western Digitals WD Blue SN570 mit 1 TByte (ab 56,89 €) etwa verwendet immer TLC-Speicher aus eigener Produktion oder vom Partner Kioxia. Folglich gibt Western Digital auch Zufallszugriffswerte im Datenblatt an: 460.000 IOPS lesend und 450.000 schreibend.

(mma)