SSDs: Western Digital und Kioxia entwerfen Flash-Speicher mit 162 Lagen

Die Kooperation zwischen Western Digital und Kioxia bringt die sechste NAND-Flash-Generation alias BiCS 6 hervor, welche die Kosten für Flash-Speicher senkt.

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(Bild: c't)

Von
  • Mark Mantel

Mit Western Digital und Kioxia (früher Toshiba Memory) haben zwei weitere große Speicherhersteller ihre neue NAND-Flash-Generation mit 162 Speicherlagen angekündigt. Die Serie hört auf den Namen BiCS 6 und entstand im Rahmen einer Partnerschaft – beide Firmen werden die neuen Bausteine künftig auf SSDs einsetzen.

BiCS 6 nutzt 50 Speicherlagen mehr als bisherige BiCS-5-Chips (112 Layer), gleichzeitig sinkt der Flächenbedarf pro Ebene. Laut der Ankündigung von Western Digital und Kioxia benötigt ein neuer Baustein bei gleicher Kapazität folglich 40 Prozent weniger Chipfläche als bei der Vorgängergeneration. Somit können die Hersteller mehr Speicherchips auf einem Silizium-Wafer belichten, was die Produktionskosten senkt.

Die CMOS-Logik sitzt in einer eigenen Chipebene unter den NAND-Flash-Lagen – Charge-Trap-Technik beziehungsweise von den Herstellern Circuit Under Array CMOS genannt. Zum internen Zellenaufbau äußern sich Western Digital und Kioxia nicht. BiCS 5 gab es sowohl mit drei gespeicherten Bit pro Zelle (Triple Level Cells, TLC) als auch vier (Quadruple Levels Cells, QLC).

In der Mitteilung ist von einer 66 Prozent höheren I/O-Performance die Rede, vermutlich einhergehend mit einer Steigerung der Taktfrequenz von 1200 auf 1600 Megatransfers pro Sekunde (MT/s). Der Flash-Speicher ist wie beim BiCS 5 pro Bauelement in vier Bereiche unterteilt, die sich parallel ansprechen lassen. Auch ohne Steigerung soll die "Programmleistung" um den Faktor 2,4 steigen. Die Leselatenz sinkt laut Herstellerangaben um 10 Prozent.

Vor Western Digital und Kioxia haben bereits Micron und SK Hynix ihre aktuelle Speichergeneration mit 176 Layern angekündigt. In allen vier Fällen sind die ersten SSDs mit neuen Chips im Laufe dieses Jahres zu erwarten. Samsung schweigt sich derweil über die nächste NAND-Flash-Serie aus – bisher verbaut das Unternehmen 128-Layer-Chips bei den neuesten SSDs wie dem M.2-Kärtchen 980 Pro.

(mma)