Safari-Lesezeichen: Apple streicht Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wieder

Nachdem der Konzern zunächst mitgeteilt hatte, die Bookmarks würden komplett abgesichert, ist die entsprechende Information nun von der Website verschwunden.

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(Bild: Alberto Garcia Guillen/Shutterstock.com)

Von
  • Ben Schwan

Apple rudert bei der Absicherung von Browser-Inhalten in der iCloud zurück. In der vergangenen Woche hatte der Konzern auf seiner Homepage mitgeteilt, dass bei dem Speicherdienst abgelegte Lesezeichen aus dem hauseigenen Browser Safari künftig Ende-zu-Ende-verschlüsselt werden sollten. Zuvor hatte das Unternehmen diese bei einer Synchronisation mit der iCloud nur bei der Übertragung und auf dem Server abgesichert – allerdings jeweils mit einem eigenen Schlüssel, so dass der Konzern gegebenenfalls Zugriff hatte. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hätte die Daten für Apple selbst hingegen nicht mehr sichtbar gemacht.

Mit Stichtag 5. Oktober hat der Konzern sein entsprechendes Supportdokument allerdings Backups weiterhin in Apples Hand

Apple hatte die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in iCloud in den letzten Jahren zwar schrittweise ausgebaut. Sie fehlt allerdings weiterhin bei der Synchronisation von Kalendern, Erinnerungen, Kontakten, Notizen, dem Server-Speichermedium iCloud Drive, den Sprachmemos, Siri-Kurzbefehlen, Wallet-Pässen sowie den Fotos. Diese Daten werden wie gehabt nur bei der Übertragung und auf dem Server verschlüsselt.

iCloud Mail ist hingegen nur bei der Übertragung verschlüsselt. Auch die zentral wichtigen iCloud-Backups verschlüsselt Apple $(LB2528978:trotz langjähriger Forderungen immer noch nicht. Das führt etwa zu der abstrusen Situation, dass man iMessage-Botschaften zwar Ende-zu-Ende-verschlüsselt in der iCloud ablegen kann, im Backup aber der Schlüssel dazu liegt. Diese Backups gibt Apple regelmäßig auf gerichtliche Anordnung an Behörden heraus. (bsc)