Apples Webbrowser Safari wird 4K-fähig

Netflix-Streams höchster Auflösung können künftig direkt im Apple-Browser betrachtet werden. Auch eine weitere Unterhaltungstechnik wird bald unterstützt.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 26 Beiträge

Fernsehen am Mac soll schöner werden.

(Bild: Everton Eifert/Shutterstock.com)

Von

Mit der kommenden Version 14 des Apple-Browsers Safari werden unter macOS 11 alias Big Sur erstmals verschlüsselte 4K-Videostreams unterstützt. Ein integrierter passender neuer Codec (HEVC) erlaubt es, Netflix-Videos in der höchsten Auflösung wiederzugeben – Safari-User guckten bei dieser bislang in die Röhre. Apple hatte HEVC zuvor in anderen Bereichen von macOS implementiert, den Browser aber nicht bedacht, weshalb Netflix hier nur mit maximal 1080p lief.

Weiterhin kann Safari künftig auch Dolby-Vision- beziehungsweise High-Dynamic-Range-Inhalte nach HDR10 anzeigen, die einen intensiveren Farbeindruck versprechen. Hier bleibt es allerdings dabei, dass 4K HDR nur auf Macs unterstützt wird, die ab 2018 eingeführt wurden, ältere Maschinen bleiben draußen.

Der neue Codec steckt bereits in der aktuellen Beta von macOS Big Sur, die aktuell Entwicklern vorliegt, demnächst aber als öffentliche Vorabversion verfügbar sein wird.

Zu den weiteren neuen Techniken, die Safari 14 unterstützt, gehört auch das Google-Bildformat WEBP, das neben JPEG, PNG und GIF direkt angezeigt wird; Mac-Nutzer brauchten hierfür zuvor alternative Browser wie Chrome oder Firefox.

Was aktuell noch zu fehlen scheint, ist der VP9-Codec, der vielfach bei YouTube verwendet wird. In den kommenen iOS- und tvOS-Versionen ist dieser bereits für die Wiedergabe von 4K-Videos eingebaut – entsprechend besteht Hoffnung, dass Apple diesen auch in seinen Browser integriert. Big Sur und iOS 14 können außerdem 4K-Videos über AirPlay 2 wiedergeben.

macOS 11 alias Big Sur erscheint im kommenden Herbst; denkbar ist Ende September oder Anfang Oktober. Auf welchen Macs das neue Betriebssystem läuft, hat Mac & i in einer eigenen Meldung zusammengefasst. (bsc)