Samsung: Anti-Apple-Kampagne lässt Galaxy gegen iPhone antreten

Nach der Keynote hat Samsung erneut eine Reihe von Spots publiziert, in der diverse seiner Meinung nach fehlende Innovationen bei Apple thematisiert werden.

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Samsung "flext" gegen Apple.

(Bild: Samsung / Screenshot Twitter)

Von
  • Ben Schwan

Anti-Apple-Reklame betreibt Samsung seit vielen Jahren – und sie schneidet den iPhone-Konzern manchmal so sehr, dass sich dessen Marketingchefs richtig ärgern. Zur Ankunft von iPhone 14 und 14 Pro haben die Südkoreaner nun erneut nachgelegt. Nach entsprechenden TV-Spots im Vorfeld, in denen Samsung Apple Innovationslosigkeit vorwarf, wurde eine Twitter-Kampagane gestartet, die direkt auf die Unterschiede zwischen aktuellen Galaxy-Modellen und Apples neuen iPhones eingeht.

Samsung wendet sich dabei mehreren Features zu, die Apple entweder seiner Meinung nach immer noch nicht umgesetzt oder nur teilweise für das iPhone implementiert hat. So heißt es etwa zur neuen 48-Megapixel-Hauptkamera bei iPhone 14 Pro und 14 Pro Max: "48 Megapixel? Fast da, Apple!". Darunter wird ein Hochzähler gezeigt, dem zu entnehmen ist, dass Galaxy-Geräte 108 Megapixel seit zweieinhalb Jahren gehabt hätten.

In zwei weiteren "kurzen Zusammenfassungen unserer Reaktionen auf diese "innovativen" neuen Geräte" geht es dann um Flip- beziehungsweise Fold-Geräte aus Samsungs Galaxy-Reihe, also jenen mit flexiblem, klappbaren OLED-Display. "What the Flip, Apple?" fragt Samsung mit Bildern des Samsung Flip. Die Technik habe man doch ebenfalls seit fast zweieinhalb Jahren im Angebot. Die letzte Animation beschäftigt sich wiederum mit dem faltbaren Galaxy Fold: "What's the hold on the Fold, Apple?" Auch hier sei man schon seit zwei Jahren und fünf Monaten am Start.

Tatsächlich stellt Samsung hier berechtigte Fragen. Apple lässt sich mit einigen Hardware-Features durchaus regelmäßig mehr Zeit als die Android-Fraktion. So kommt etwa bei iPhone 14 Pro und 14 Pro Max erst jetzt ein Always-on-Bildschirm. Bei der Kameraauflösung brauchte Apple bis zu ebendiesen Geräten, bevor die Auflösung von 12 auf 48 Megapixel gesteigert wurde. (Wie sinnhaft Samsungs 108 Megapixel sind, muss erst ein Fotovergleich zeigen.)

Bei Fold-Geräten hat Apple bereits diverse Patente angemeldet, aber auch diese Technik noch nicht umgesetzt. Der Konzern verfolgt stets sein eigenes Tempo und wartet, bis er die geplante Funktion für ausgereift hält. Tatsächlich gab es bei Samsungs ersten Fold-Modellen massive Hardware-Probleme bis hin zur leichten Zerstörbarkeit. Apple dürfte sich außerdem überlegen, wie er die Geräte im Vergleich zu den iPads platziert. Klar ist schon mal: Sollte Apple in einigen Jahren – wie die Gerüchteküche vermutet – ein iPhone mit flexiblem Display auf den Markt bringen, kommt sicher die nächste Anti-Apple-Reklame von Samsung.

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(bsc)