Satelliten-Internet Starlink: Doppelte Geschwindigkeit für fünffachen Preis

Vom ohnehin schon nicht günstigen Satelliten-Internet Starlink von SpaceX gibt es jetzt ein Premium-Angebot. Es kostet monatlich 500 US-Dollar.

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(Bild: Starlink)

SpaceX hat ein Premium-Angebot seines Satelliteninternets Starlink angekündigt, das für den fünffachen Preis die maximale Geschwindigkeit der Verbindung verdoppeln soll. Möglich wird das durch eine größere Antenne, die jetzt vorbestellt werden kann und ab dem zweiten Quartal ausgeliefert werden soll. Für monatlich 500 US-Dollar (und mutmaßlich auch Euro) soll es dann eine Downlink-Rate von 150 bis 500 MBit/s geben, statt der 50 bis 250 MBit/s im Basisangebot.

Beim Uplink sollen im Premium-Angebot statt 10 bis 20 MBit/s immerhin 20 bis 40 MBit/s erreicht werden. Die Latenz bleibt bei versprochenen 20 bis 40 Millisekunden – im c't-Test waren es 30 bis 65 Millisekunden. Für die Hardware werden für Starlink Premium einmalig 2500 statt 500 US-Dollar fällig.

Die neue Antenne sei speziell entwickelt worden für "Nutzer mit den höchsten Ansprüchen", verspricht SpaceX. Das Premium-Angebot richtet sich dem Unternehmen zufolge an "kleine Büros, Ladengeschäfte und Super-User rund um den Globus". Die verbesserte Technik helfe dabei, Bandbreite für wichtige Operationen auch während besonders intensiver Nutzungszeiten bereitzustellen, bei extremen Wetterbedingungen soll die Premium-Ausrüstung bessere Leistung liefern. Außerdem gebe es einen priorisierten Kundensupport, der rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche ansprechbar sei.

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SpaceX baut Starlink seit 2019 auf und mit inzwischen über 1800 aktiven Satelliten funktioniert das System inzwischen so zuverlässig, dass es in mehreren Dutzend Staaten zur Buchung angeboten wird und in Tests überzeugt. Jüngsten Zahlen zufolge kommt Starlink auf mehr als 145.000 Kunden und Kundinnen. SpaceX will insgesamt 30.000 Satelliten ins All schicken, um fast den gesamten Globus abzudecken. Damit sollen Regionen einen schnellen Internetzugang bekommen, die über konventionelle Technik nicht wirtschaftlich anzubinden sind. Kritik gibt es unter anderem von Astronomen und Astronominnen, die um ihre Sicht auf den Nachthimmel fürchten. Aber auch Raumfahrtnationen protestieren gegen den Aufbau der Konstellation: China fürchtet angesichts der schnell wachsenden Zahl von Satelliten um die Sicherheit der eigenen Raumstation.

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(mho)