Schule digital: Ohne Masterplan, aber mit Fortschritten

Digitalisierung der Schulen, jetzt! – heißt es oft. Doch dem Ruf folgt bisher kein Masterplan. Was das bedeutet, was folgen könnte, will diese Serie zeigen.

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(Bild: George Rudy / Shutterstock.com)

Von
  • Kristina Beer
  • Eva-Maria Weiß

Die Digitalisierung der Bildung wird seit Jahren angemahnt, durch die Coronavirus-Pandemie hat diese Forderung aber eine ganz neue Dringlichkeit erhalten. Damit Kinder nicht davon abhängig sind, wie fit ihre Eltern, Schulträger und Lehrer:innen sind, müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine möglichst große Teilhabe schaffen.

Artikelserie "Schule digital"

Digitalisierung ist dabei nicht die bloße Übertragung des Unterrichts in einen virtuellen Raum. Auch lediglich die passende Hardware bereitzustellen, greift zu kurz. Als neues Schlagwort ist zumindest immer häufiger von Digitalität zu hören. Damit ist eine Verschränkung vom Digitalen und einer Materialität gemeint. Analoge Wirklichkeiten werden nicht durch ein digitales Leben ersetzt, sie müssen Hand in Hand gehen oder sind sogar eins. Pädagogik und Technik brauchen Abstimmung, um das übergeordnete Ziel zu erreichen, das sich seit Jahrzehnten nicht geändert hat: Die (Aus)Bildung der Schüler:innen.

Dennoch fehlt ein ausgeklügelter Masterplan, der von der Ausstattung bis zu den Inhalten und eingesetzten Lehrmitteln reicht. Immerhin – laut einer neuen Studie haben 85 Prozent der befragten Haushalte mit schulpflichtigen Kindern angegeben, dass während der Corona-Pandemie digitaler Unterricht oder Austausch mit den Lehrkräften stattfand.

Gewillte Lehrer:innen probieren sich bereits aus. Davon berichtet uns in unserer Artikelserie "Schule digital" zunächst Bob Blume, der auch einen Blog zum Thema führt. In manchen Bundesländern regt sich Widerstand gegen vorgegebene Software bekannter US-Unternehmen – nicht zuletzt, da es um ausgesprochen sensible Daten geht. Auch das beleuchten wir. Erziehungswissenschaftler Jöran Muuß-Merholz hat seine Visionen einer Schule in einigen Jahrzehnten auf (digitales) Papier gebracht. Prof. Dr. Kerstin Mayrberger forscht an der Universität Hamburg zu den Themen Digitale Transformation und Higher Education. Sie stellt eine agile Herangehensweise vor und mahnt: Lernen bleibt Lernen. Auch daran ändert die Technik nichts.

Die Texte werden im wöchentlichen Rhythmus immer freitags erscheinen.

(emw)