Schwäche der britischen Autoproduktion verstärkt Sorge vor No-Deal-Brexit

Die infolge der Covid-19-Pandemie ohnehin geschwächte Autoindustrie in Großbritannien befürchtet weitere Einbußen durch einen No-Deal-Brexit.

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Erst Covid-19, dann der Brexit - die britische Autoindustrie hat Gründe zu bangen.

(Bild: h/A Archiv)

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  • dpa

Die britische Autoindustrie ist infolge der Covid-19-Pandemie eingebrochen. In den ersten neun Monaten des Jahres lag die Produktion mit gut 632.000 Fahrzeugen mehr als ein Drittel (knapp 36 Prozent) unter dem Niveau des Vorjahres, wie aus einer Auswertung des Industrieverbandes Society of Motor Manufacturers and Traders vom heutigen Donnerstag hervorgeht.

Demnach war der vergangene September der schwächste Monat für die Produktion seit 25 Jahren. Insbesondere die Exporte sanken um fast zehn Prozent. Da aber noch immer drei Viertel der in Großbritannien produzierten Autos exportiert werden, konnte die Nachfrage im heimischen Markt den Abschwung nicht ausgleichen. Die Ausfuhren in die USA brachen im September mit bis zu rund 30 Prozent besonders heftig ein, in die EU wurden gut drei Prozent weniger britische Autos exportiert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Umso mehr fürchtet sich die Branche davor, dass die Verhandlungen über einen Handelspakt mit der EU für die Zeit nach dem Brexit scheitern könnten. Wenn Zölle in Kraft träten, würde das die schon jetzt strauchelnden Ausfuhren extrem belasten und die Wettbewerbsfähigkeit britischer Autos deutlich mindern. "Angesichts der ohnehin schon belasteten Produktion wäre ein No-Deal-Brexit oben drauf katastrophal für die Branche, ihre Angestellten und Familien", warnte Verbandschef Mike Hawes.

Auch die EU wäre betroffen

(fpi)