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Second Ride: Elektro-Umbausatz für Simson-Mopeds

Mit einem nagelneuen Elektromotor samt Akku wird aus der kultigen DDR-Schwalbe ein modernes Elektro-Moped.

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Simson mit E-Umbausatz

(Bild: heise online/sht)

Von
  • Steffen Herget

Das Knattern der Zweitakter verstummt, das Summen der E-Antriebe kommt. Das Berliner Start-Up Second Ride versucht, die Brücke zwischen Früher und Heute zu schlagen – mit Umbausätzen, die aus den knatternden Kult-Mopeds von Simson moderne E-Bikes machen.

Die Umbau-Kits liefern alle Zutaten, um so ein Oldtimer-Moped vom Verbrenner zum Stromer umzurüsten. Der alte Zweitakter wird durch einen Elektromotor ersetzt, ein neuer Gasgriff mit kleinem Display wandert an den rechten Lenkergriff. Der Tank für das Öl-Benzin-Gemisch hat unterdessen ausgedient, denn die Batterie versteckt Second Ride in der mitgelieferten neuen Sitzbank. Die besteht quasi nur aus 1,8 kWh starke Akku mit darüber liegendem Sitzpolster. Auch eine neue Kette, Kleinteile, 12-Volt-Lampe und das passende Ladegerät werden mitgeliefert, das gesamte Kit ist TÜV-zertifiziert.

Alter und neuer Antrieb

(Bild: heise online/Steffen Herget)

Mit dem Elektroantrieb, der für die Simson-Mopeds S50 und S51 sowie die als Schwalbe bekannte KR51/2 angeboten wird, soll eine maximale Reichweite von 50 Kilometern möglich sein. Das ist jedoch wie üblich von vielen Faktoren wie Gewicht, Temperatur, Fahrtstrecke und nicht zuletzt Geschwindigkeit abhängig. Apropos: Auch nach dem Elektro-Umbau rollt man mit der Schwalbe mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h durch die Lande.

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Der bürstenlose Gleichstrommotor leistet 3 kW (4 PS) Nenn- und 4 kW (5,4 PS) Spitzenleistung. Die gedrosselte Version, die wir in der Messehalle kurz fahren konnten, beschleunigte eher zahm, mit voller Leistung dürfte es aber recht flott voran gehen. Das Fahrgefühl entspricht exakt dem der alten Schwalbe, inklusive der arg zahmen Bremsen und dem agilen Lenkverhalten. Einziger Unterschied: Man ist flüsterleise unterwegs, nur das leise Knistern der Kette, der Fahrtwind und das Rollgeräusch der Reifen unterbrechen die Stille.

Ein günstiger Spaß ist so ein Simson-Umrüstsatz von Second Ride allerdings nicht. Für die Vorbestellung werden 190 Euro als Anzahlung fällig, der Endpreis für die erste Charge, die noch diesen Herbst geliefert werden soll, beträgt 2690 Euro. Ab nächstes Jahr steigen die Preise auf 2990 Euro – ohne Moped, wohlgemerkt. Das muss man bei Second Ride bereits besitzen oder anderswo kaufen. Die Preise der Liebhabermopeds sind ebenfalls deutlich vierstellig.

c't-Redakteur Steffen Herget auf der umgebauten Schwalbe

(Bild: heise online/Steffen Herget)

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(sht)