Menü
c't Fotografie

Selbstgemacht: Belichtung manuell messen

Mitten und Hell-Dunkel-Kanten anmessen

Inhaltsverzeichnis

Wenn sich eine Kante zwischen hellsten und dunkelsten Motivbereichen findet, kann eine hälftige Messung darauf auch zu einem geeigneten Belichtungswert führen. Hier "integriert" auch die Spotmessung die beiden Balken im Histogramm zu einem Mittelwert.

Entscheidend für den Erfolg einer Aufnahme ist es, den Kontrastumfang des Motivs so in den Aufnahmebereich des Sensors abzubilden, dass möglichst nichts verlorengeht. Es sollen also keine Lichter abgeschnitten werden und keine Schatten "absaufen". Ideal ist es, wenn man bei der Aufnahme ein Histogramm erhält, das Lichter, Schatten und Mitten über den gesamten Bereich verteilt anzeigt, aber die Hügel an den Rändern nicht abschneidet. Bei vielen Motiven reicht der Belichtungsspielraum moderner Digitalkameras, insbesondere aus dem Lager der digitalen Spiegelreflexkameras, dafür ohne weiteres aus. In diesem Falle ist es im Prinzip einfach, die hellsten und dunkelsten Stellen im Motiv zu bestimmen und die Belichtung so zu steuern, dass diese innerhalb des Aufnahmebereichs liegen.

Bei Motiven mit geringem Kontrastumfang sollte vor allem der rechte ("helle") Histogrammbereich "gefüllt" sein. Vor allem die Spot-Messung ist, richtig angewendet, sehr präzise und zuverlässig. Und im Zweifelsfalle macht man – wenn es die Umstände erlauben – eine Belichtungsreihe mit mehreren Einstellungen, die beispielsweise um je eine und zwei Blendenstufen reichlicher oder knapper belichtet sind.

Schwierigen Spezialfällen wie Nachtaufnahmen, Feuerwerk oder auch der abendliche Jahrmarkt ist aber oft nur mit einer gezielten Nachbearbeitung beizukommen, auf die wir aus Platzgründen im nächsten Kapitel über die Raw-Entwicklung eingehen.

Bisher sind in dieser Reihe erschienen: (cm)