Serverless Computing: Amazon baut Anbindung an AWS Lambda mit Java und Go aus

Das Unternehmen unterstützt die Entwicklung neuer Funktionen für den Serverless-Dienst mit Amazon Corretto (Java 8) sowie mit Go unter Amazon Linux 2.

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Amazon hat wegen der umstrittenen Auftragsvergabe des Pentagons an Microsoft Klage eingereicht.

(Bild: dpa, Ina Fassbender/dpa)

Von
  • Madeleine Domogalla

Amazon ermöglicht nun die Entwicklung von AWS Lambda-Funktionen mit Java 8 beziehungsweise Corretto. Darüber hinaus hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass die Amazon Web Services (AWS) ab sofort auch die Entwicklung neuer Funktionen mit Go auf Amazon Linux 2 unterstützen. Auch benutzerdefinierte Laufzeiten lassen sich zukünftig auf Amazon Linux 2 entwickeln.

AWS Lambda gehört zu den Vorreitern der Serverless-Computing-Dienste, mit denen sich Funktionen ausführen lassen, ohne dass Entwickler zuvor ein passendes System einrichten müssen. Inzwischen haben Microsoft, Google, IBM und Oracle ähnliche Angebote im Portfolio. Entwickler laden die Funktionen hoch und aktivieren sie. Beim Aufruf stellt der Cloud-Provider die benötigte Infrastruktur passend bereit. Die Abrechnung erfolgt nach Nutzung, was je nach Einsatz eine Kostenersparnis oder im ungünstigen Fall -explosion bedeuten kann.

Amazon gibt bekannt, dass Entwickler nun AWS Lambda-Funktionen mit dem von Amazon vorangebrachten Corretto entwickeln können. Dahinter verbirgt sich eine kostenlose, plattformübergreifende Distribution des Open Java Development Kit (OpenJDK), die kompatibel zum Java SE-Standard ist. Amazon nutzt Corretto intern für einige seiner Produktionsdienste, und Entwickler können es für das Ausführen und Entwickeln von Java-Anwendungen auf Betriebssystemen wie Amazon Linux 2 – dem jüngsten hauseigenen Linux von AWS – sowie Windows und macOS verwenden.

Amazon stellt Patches für Corretto 8 zur Verfügung, das als Drop-in-Ersatz für OpenJDK 8 konzipiert ist. Diese Patches sind bislang nicht in die entsprechenden OpenJDK-Update-Projekte integriert. Neben Sicherheitskorrekturen, Leistungsanpassungen wie die Beschleunigung häufig verwendeter Funktionen, enthalten sie auch eine Planungsfunktion für Garbage Collection. Darüber hinaus beugen sie offenbar Out-of-Memory-Situationen vor, liefern eine angepasste Überwachung sowie Möglichkeiten zur Berichterstattung und zur Verwaltung von Threads. Nähere Informationen und Hinweise zur Nutzung lassen sich der Dokumentation sowie dem Ankündigungsbeitrag entnehmen.

Neben der Möglichkeit AWS Lambda-Funktionen mit Corretto zu entwickeln, unterstützt Amazon nun auch die Entwicklung neuer Funktionen mit Go auf Amazon Linux 2. Die jüngste Generation des Amazon-Linux unterstützt Nutzer bei der Entwicklung und Ausführung von Cloud-nativen Anwendungen. Amazon wirbt mit langfristigem Support mit Zugang zu den aktuellen Neuerungen des Linux-Ökosystems – ohne zusätzliche Kosten. Interessierte finden weitere Informationen im Beitrag zur Ankündigung.

Amazon kündigt darüber hinaus an, dass sich nun auch benutzerdefinierte Laufzeiten auf Amazon Linux 2 entwickeln lassen. Informationen hierzu finden sich in einem separaten Beitrag auf der offiziellen Webseite von Amazon AWS.

(mdo)