Shazam soll Musiktitel besser erkennen – durch längeres Zuhören

Die neue Version 15 der App, die mittlerweile Apple gehört, soll bessere Treffer ausspucken. Dazu bedarf es aber mehr Daten.

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Shazam

(Bild: dpa, Daniel Bockwoldt)

Von
  • Ben Schwan

Die Apple-Tochter Shazam will künftig Musik noch etwas besser erkennen. Mit der neuen Version 15 der App für die mobilen Plattformen des Konzerns, die seit Mittwoch vorliegt, haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, den Zuhörprozess länger durchzuführen. Damit liegen der Anwendung für Musikerkennung mehr Daten vor, was dazu führen soll, dass Shazam "jetzt noch mehr Songs [findet], indem es genauer und länger sucht", wie die Softwarefirma mitteilte.

Shazam ist auch Teil von iOS und iPadOS – dort kann man den Dienst mittels Siri aufrufen oder per Kontrollzentrum starten. Ob auch hier künftig "genauer und länger" zugehört wird, blieb zunächst unklar – ob Apple dies serverseitig bestimmen kann oder es dazu ein Update fürs Betriebssystem bräuchte, ist offen. Weiterhin steht Shazam auch auf der Apple Watch zur Verfügung und kann außerdem für macOS und Android als eigene App bezogen werden.

Die neue Shazam-Version 15.0 für iPhone und iPad dürfte weiterhin Fehlerkorrekturen enthalten. Ganz nützlich ist das Programm auch für Menschen, die sich für den Musikdienst Apple Music interessieren, aber noch kein Abo haben. Wer bis zum 31. Januar einen Song lädt und "shazamt", erhält hier fünf Monate gratis. Alternativ kann man sich auch auf Shazams Website begeben. Der Deal gilt allerdings nur für Menschen, die Apple Music noch nicht verwenden beziehungsweise verwendet haben.

Shazam wurde laut Angaben des Herstellers mittlerweile mehr als eine Milliarde Mal installiert. Durch den Aufkauf durch Apple im Jahr 2018 für 400 Millionen US-Dollar – eine der größten Übernahmen des iPhone-Konzerns überhaupt – verschwanden auch Werbung und Tracking aus der Anwendung, die Apple nun vor allem als Zugangstreiber für Apple Music dient.

Für die Übernahme von Shazam interessierten sich indes auch die Kartellbehörden, da der Musikerkennungsdienst eindeutiger Marktführer ist. Es gibt allerdings auch Alternativen wie Soundhound, die obskurere Tracks auch schon mal besser finden als die Apple-Tochter.

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(bsc)