She transforms IT: Kampagne für mehr Frauen in der Digitalisierung

Mehrere Unternehmen und Verbände haben sich zusammen geschlossen, um mehr Frauen am digitalen Wandel zu beteiligen.

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(Bild: fizkes/Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Unter dem Titel "She transforms IT" haben sich SAP, die Deutsche Post DHL, Telefonica und weitere Unternehmen zusammengetan, um Frauen in der IT sichtbarer zu machen und sie bei der Teilhabe der Digitalisierung zu fördern. Auch der Digitalverband Bitkom unterstützt die Initiative. Vorgestellt wurde sie beim Digital-Gipfel der Bundesregierung.

Laut einer Bitkom-Umfrage ist nur jede sechste IT-Fachkraft weiblich, jede siebte Bewerbung auf einen Job in der IT-Branche kommt von einer Frau. Das will das Bündnis ändern. "Digitalisierung bedeutet technologische Innovation, wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Aufbruch", sagt Susanne Dehmel aus der Bitkom-Geschäftsleitung. Damit verbunden sei das Versprechen, dass alle an der Digitalisierung gleichberechtigt teilhaben. Wenn mehr Frauen die "Digitalisierung aktiv mitgestalten, wird das zu mehr Innovation, Erfolg und Teilhabe führen". IT-Fachkräfte werden dauerhaft gesucht, der Mangel an IT-Spezialisten nimmt immer weiter zu, auch dem soll entgegnet werden.

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Die Initiative fordert, dass auch Schülerinnen in jungen Jahren für das Thema Digitalisierung begeistert werden und entsprechende Kompetenzen vermittelt bekommen. Auch sollen Studiengänge und Weiterbildungsmöglichkeiten geschaffen werden. In Unternehmen sei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu stärken. Digitalgründerinnen sollen mehr Unterstützung bekommen. Von der Politik erwarten die Unterzeichnerinnen etwa die Vergabe öffentlicher Aufträge unter gendergerechten Kriterien. In der Öffentlichkeit sollen mehr weibliche Vorbilder zu sehen sein, Online-Anfeindungen entgegnet und Stereotypen entgegengetreten werden.

"Eltern, Schulbücher und Werbung dürfen Mädchen nicht länger von der IT fernhalten", wird auf der Initiativen-Webseite Prof. Dr. Ira Diethelm von der Carl von Ossietzky Universität und Mitglied des Präsidiums der Gesellschaft für Informatik zitiert. Dem Netzwerk gehören auch die Politikerinnen Dorothee Bär und Anke Domscheit-Berg, Melanie Kreis vom Finanzvorstand der Deutsche Post DHL Group, Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin der Initiative D21 und Christine Regitz, Vice President und Head of Women in Tech bei SAP an.

(emw)