Siemens mit Gewinnsprung, Prognose erhöht

Bei Siemens laufen die Geschäfte gut. Im zweiten Quartal erzielte der Konzern einen Gewinnzuwachs von rund 700 Millionen Euro.

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(Bild: Michael Vi/Shutterstock.com)

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  • dpa

Siemens kommt mit Schwung aus der Corona-Krise. Nach einem deutlichen Gewinnsprung von 0,7 Milliarden Euro auf 2,4 Milliarden Euro im zweiten Geschäftsquartal von Januar bis März erhöht der Konzern bereits zum zweiten Mal seine Prognose, wie er am Freitag mitteilte. Insbesondere das Geschäft mit der Automobilindustrie und dem Maschinenbau sowie die Softwareaktivitäten liefen demnach gut. Zum Gewinnsprung trug allerdings auch der Verkauf des Getriebeherstellers Flender bei.

"Auf dieser Basis sehen wir noch zuversichtlicher auf die zweite Hälfte unseres Geschäftsjahres und heben unseren Ausblick sowohl in den industriellen Geschäften als auch für den Gewinn nach Steuern deutlich an", sagte Finanzvorstand Ralf Thomas angesichts der Geschäftszahlen für das zweite Quartal. Am Ende des Geschäftsjahres soll nun ein Gewinn von 5,7 bis 6,2 Milliarden Euro stehen, das sind etwa 700 Millionen mehr als zuletzt angepeilt. Auch der Umsatz soll schneller wachsen, sodass die Prognose, die schon im Februar erhöht wurde, erneut angehoben werden konnte.

Deutlich zugelegt hat im ersten Quartal auch der Umsatz, der um 6 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro stieg. Der Auftragseingang nahm um 8 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro zu. Konzernchef Roland Busch, der im Laufe des zweiten Geschäftsquartals auch nominell die Zügel bei Siemens übernommen hat, ist damit auf Kurs für ein starkes erstes Jahr: "Ich freue mich sehr, dass wir in all unseren Geschäften exzellente Ergebnisse liefern und profitabel wachsen", sagte er – "trotz anhaltender Unsicherheiten".

An der Börse zeigte sich zunächst wenig Bewegung. Zum Vortagesschluss am Donnerstag zogen die Aktien lediglich leicht um 0,31 Prozentpunkte an. Ein Siemenspapier ist nun 140,20 Euro wert.

(olb)