Sigma fp L: Mini-Systemkamera mit 61 Megapixeln

Kompaktes Gehäuse, Vollformatsensor, Kampfpreis: Sigma bringt eine Variante seiner Systemkamera fp auf den Markt. Sie richtet sich vor allem an Filmer.

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Sigma fp L

Von
  • Sophia Zimmermann

Mit etwas mehr als 400 Gramm und einem äußerst kompakten Gehäusedesign gehört die Sigma fp zu den kleinsten spiegellosen Systemkameras mit Vollformatsensor. Mit der fp L bringt Sigma nun eine besonders hochauflösende Variante mit 61 Megapixeln auf den Mark. Wie bei Vorgängerin tummeln sich diese auf einem herkömmlichen CMOS-Chip mit Bayer-Pattern. Das Gehäuse bleibt weitgehend identisch zur fp und auch beim Konzept bleibt sich Sigma treu. Die fp L soll als Hybrid zwischen den Welten Fotografie und Video wandeln.

Mit einem Preis von 2300 Euro scheint die Mini-Systemkamera fast schon günstig zu sein. Zum Vergleich: Sonys spiegellose Systemkamera A7R IV mit 61-Megapixel-Auflösung kostet derzeit etwa 3600 Euro. Eine auf Video spezialisierte Vollformatkamera wie die Panasonic S1H, die wie die Sigma fp L zur L-Mount-Alliance gehört, liegt ebenfalls in diesem Preisbereich.

Doch da die fp-Modelle vor allem auf Kompaktheit getrimmt sind, fehlt ihnen unter anderem der integrierte elektronische Sucher. Diesen muss man bei Bedarf zusätzlich erwerben. Passend zur fp L stellte Sigma eine neue Generation seines Anstecksuchers EVF-11 vor. Er soll nun eine Auflösung von 3,67 Millionen Pixeln (ca. 1600 × 768 Bildpunkte) sowie eine Vergrößerung von 0,83x bieten. Via USB und HDMI lässt er sich seitlich in die Kamera einstecken. Knapp 650 Euro wird er kosten.

Die Sigma fp L besitzt ein äußerst kompaktes Gehäuse. Ein Griffwulst fehlt ebenso wie ein elektronischer Sucher. Der kann optional erworben werden und wird seitlich das den Body angesteckt.

(Bild: Sigma)

Der herkömmlichen Variante hat die fp L nun außerdem ein Hybrid-Autofokus-System voraus, das die präzise Kontrastmethode und die schnelle Phasendetektion auf der Sensorebene kombiniert. Bei hochwertigen Systemkameras ist diese Technik mittlerweile Standard. Sie sorgt vor allem beim Filmen für ein treffsicheres, stabiles Fokussierverhalten, aber auch bei schnellen Serienaufnahmen. Außerdem lässt sich die fp L während des Betriebs via USB-C laden. Auch das ist praktisch bei längeren Aufnahmen.

Filme zeichnet die fp L maximal in 4k-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde (3840 × 2160 Pixel) auf. Extern kann sie das Material außerdem als 12-Bit-Raw ausgeben, hier steht dann auch echte 4k-Auflösung mit 4096 × 2160 Pixeln (24 B/s) zur Verfügung. Videografen dürften außerdem schätzen, dass der Filmmodus ein eigenes User-Interface besitzt. Dazu spendiert Sigma neue Farb-Modi wie "Powder Blue", die den Aufnahmen einen besonderen Farblook verleihen sollen.

Übersichtliche Rückansicht: Der Touchscreen nimmt fast den gesamten Platz ein, seine Auflösung liegt bei 2,1 Millionen Pixeln.

(Bild: Sigma)

Ab April soll die Sigma fp L in den Handel kommen. Sie integriert sich wie die Schwester in das L-Mount-System, dem außerdem Panasonic und Leica angehören.

(ssi)