Slack führt neue Nachrichten-Funktion ein – und schafft einen Teil wieder ab

Slacks gerade erst eingeführt Funktion, um neue Empfänger zu erreichen, bietet so großes Missbrauchspotenzial, dass sie teilweise sofort wieder kassiert wurde.

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Zentrale von Slack in San Francisco

Das Logo der Firma Slack ist an der Zentrale der Firma in San Franciso zu sehen. Slack bietet eine Kommunikation-Plattform für Unternehmen an.

(Bild: dpa, Andrej Sokolow/dpa)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Eine neue Funktion, die es Slack-Nutzern ermöglicht hat, neue Empfänger per Mail anzuschreiben, ist in seiner ursprünglichen Form quasi sofort wieder verschwunden. Mit der Funktion sollte es möglich sein, Menschen per E-Mail anzusprechen und einzuladen. Dabei konnte man einen personalisierten Text hinterlassen. Dieses Feld bot freilich großes Missbrauchspotenzial.

Auf die Gefahr hatten laut The Verge zahlreiche Nutzer hingewiesen. Daraufhin dampfte Slack die Funktion zumindest in Teilen einen Tag nach Erscheinen wieder ein. Zunächst sollte es mit "Connect DM (für Direct Messaging)" möglich sein, an jede Person Direktnachrichten zu schicken – und neue Empfänger darüber per E-Mail einzuladen. Diese Mails gingen von einer allgemeinen Slack-Adresse aus und ließen sich deshalb nicht blockieren, ohne dass zugleich alle Nachrichten des Dienstes unterbunden worden wären. Großes Potenzial für dauerhaften Beschuss und Spam.

In der nun überarbeiteten Version der Funktion gibt es keine Möglichkeit mehr, personalisierte Nachrichten mitzuversenden. Stattdessen gibt es einen generellen Hinweis, dass eine Person Nachrichten mit einem austauschen möchte. "Slack Connects Sicherheitsfunktionen und Kontrollen auf administrativer Ebene sind Kernstücke des Wertes, den der Dienst für individuelle Nutzer und Unternehmen hat", zitiert The Verge Jonathan Prince, Vice President Communications and Policy von Slack.

Slack hat in der Pandemie und dazugehörig vermehrten Heimarbeit ein starkes Wachstum hingelegt. Allerdings bleibt es zugleich bei hohen Verlusten. Die Erlöse stiegen 2020 gegenüber dem Vorjahr um 43 Prozent auf 902,6 Millionen Dollar (753,9 Millionen Euro), wie die Firma Anfang März mitteilte. Im Gesamtjahr machte Slack aber einen Verlust von 300,4 Millionen Dollar.

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(emw)